Mettauertal

Für eine halbe Million Franken: Mettauertal will eine permanente Köhlerei

In Mettauertal soll es eine ständige Köhlerei geben.

In Mettauertal soll es eine ständige Köhlerei geben.

Die Glut für ein altes Handwerk soll nicht erlöschen. Anstelle von einer Schauköhlerei, die alle paar Jahre durchgeführt wird, auf dem Mettauerberg ist deshalb eine permanente Köhlerei geplant.

Seit dem frühen Freitagabend brennt der Kohlenmeiler oberhalb des Campingplatzes im Mettauertaler Ortsteil Wil. Vielmehr glüht der Meiler in seinem Innern. Flammen sind beim Verkohlungsprozess keine sichtbar. Dafür brennt ein anderes Feuer intensiv und schon ganz lange im Mettauertal. Das Feuer der Begeisterung für das alte Handwerk Köhlerei.

Statt alle paar Jahre eine Schauköhlerei durchzuführen, soll eine permanente Köhlerei eingerichtet werden. Die Idee stammt vom Mettauertaler Förster André Schraner, erklärt Gemeindepräsident Peter Weber auf Anfrage. André Schraner versteht es hervorragend, den Funken der Begeisterung für das alte Handwerk auch auf andere überspringen zu lassen.

Bei Gemeinderat wie auch Ortsbürgern sei die Idee sehr positiv aufgenommen worden, erklärt Weber. «Ich schätze, das erste Mal haben wir von einer ständigen Köhlerei 2010 gesprochen.» Weber fügt an, dass ja auch noch ein Baumlehrpfad dazukommen soll. «Der offizielle Startschuss für das Projekt ist dann an der Gemeinderatssitzung vom 5. August 2013 erfolgt.»

Altes Schützenhaus als Standort

Als Standort für die permanente Köhlerei ist das alte Schützenhaus im Mettauerberg angedacht. Opposition bezüglich dieses möglichen Standortes habe er bisher keine gehört, so der Mettauertaler Gemeindeammann. Auf die Frage, wie weit denn die Planungen für die Köhlerei schon sind, erklärt er, dass es bereits eine Kostenschätzung und erste Pläne gebe.

Zurzeit in das Vorhaben involviert ist der Gemeinderat, zwei Planungsbüros sowie die Ortsbürgerkommission. «Momentan liegen die Schätzungen bei zirka 500 000 Franken», nennt Weber eine erste Summe.

Profitieren von der permanenten Köhlerei können laut Weber Forstlehrlinge; Menschen, die am Handwerk interessiert sind, Menschen die die Natur schätzen. Und was bringt es der Gemeinde Mettauertal selbst? Darauf Weber: «Hoffentlich einiges an Wertschöpfung, Bekanntheit und eventuell die Schaffung von neuen Arbeitsplätzen.»

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