Hottwil

Für das Freilichttheater wird eine ganze Liegenschaft umgebaut – sie gehört zur Kulisse

Am 18. August feiert das Freilichttheater Premiere. In Hottwil laufen die Vorbereitungsarbeiten dafür auf Hochtouren.

Am 18. August feiert das Freilichttheater Premiere. In Hottwil laufen die Vorbereitungsarbeiten dafür auf Hochtouren.

Das Wohnhaus «am Rain 11» wird ins Bühnenbild integriert und soll daneben Platz für eine Live-Band, Requisiten, Maske und Garderobe bieten.

Fast auf den Tag genau drei Monate sind es noch bis zur Premiere des Freilichttheaters «Anno 1798» im Mettauertaler Ortsteil Hottwil. Von Nervosität will Robert Keller, Gemeinderat und OK-Präsident, aber nichts wissen. Dafür bleibt ihm auch nicht viel Zeit, denn: «Es gibt noch viel zu erledigen bis zur ersten Aufführung.»

Anfang Mai haben rund 40 Mitglieder der beiden Theatervereine Gansingen und Hottwil zwei Liegenschaften geräumt. Das Wohnhaus «am Rain 11» wird ins Bühnenbild integriert und soll daneben Platz für eine Live-Band, Requisiten, Maske und Garderobe bieten. In der Scheune an der Dorfstrasse wird auf drei Ebenen eine Festwirtschaft mit rund 240 Sitzplätzen eingerichtet.

20 Zentimeter Staub weggeputzt

«Die alten Heuboden mussten die Helfer von einer rund 20 Zentimeter dicken Staub- und Heuschicht sowie unzähligen Spinnweben befreien», sagt Keller. Ausserdem wurden die Decken, Wände und Böden geschrubbt und einige marode Bretter durch neue ersetzt.

Bei zwei weiteren Einsatztagen – einer davon ist dieses Wochenende – geht es für die Helfer nun darum, weitere Vorarbeiten für die Festwirtschaft zu erledigen. Unter anderem wird eine Treppe in die oberen Stockwerke der Scheune gebaut. Auch im Bereich der Bühne würden weitere Vorinstallationen vorgenommen, sagt Keller und fügt lachend an: «Zu viel verraten möchte ich aber nicht.»

In den nächsten Tagen läuft die Werbe-Kampagne an und werden Flyer verschickt. Geplant sind zwischen dem 18. August und dem 2. September neun Aufführungen von «Anno 1798 – Die Franzosen kommen». Am 4. Juli startet der Vorverkauf.

Der grösste Brocken bei den noch anstehenden Arbeiten an der Infrastruktur ist der Zuschauerbereich. Für die Besucherinnen und Besucher wird eine gedeckte Tribüne mit rund 440 Plätzen bereitgestellt. Sie wird rund zwei Wochen vor der Premiere aufgebaut.

Über 60 Proben angesetzt

Auch die Bühne soll einige Tage vor der Premiere fertig sein, damit das Ensemble sowie die Technik das komplette Stück in originaler Umgebung proben können. «Gerade die Steuerung der Scheinwerfer und des Tons ist eine Herausforderung», sagt Keller. Insgesamt werden pro Abend fast 100 Personen mitwirken, auf der Bühne und hinter den Kulissen.

Über 60 Proben hat Regisseur David Imhoof mit den fast 40 Schauspielerinnen und Schauspielern anberaumt. Mitspielen werden neben Männern und Frauen auch einige Kinder. «Sie alle nehmen einen unglaublichen zeitlichen Aufwand auf sich», sagt Keller. Absenzen müssen die Darsteller so früh wie möglich ankündigen, damit – gerade bei wichtigen Figuren – die Proben umgestellt werden können. Ab Anfang August gilt ausserdem eine Feriensperre.

Gemeinsam mit Imhoof, Choreografin Katharina Schmid und dem musikalischen Leiter Urs Erdin arbeitet das Ensemble derzeit noch in einzelnen Elementen. «Bald aber werden diese Elemente zusammengeführt», sagt Keller. Er ist guter Dinge, dass bis zur Premiere alles sitzt. «Wir sind überall im grünen Bereich», so Keller.

Es gelte aber, ein Auge auf das Budget zu werfen. Dieses beträgt 280 000 Franken. Bei gut besuchten Aufführungen und Festwirtschaft rechnet Keller derzeit mit einer schwarzen Null.

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