3800 Zug-Passagiere nützen Stein-Säckingen an einem Werktag durchschnittlich als Ein- oder Aussteigebahnhof. 1600 von ihnen pendeln mit dem Postauto zum Bahnhof oder nach Hause. Sie alle profitieren von der Neugestaltung des Bahnhof-Vorplatzes, der gestern offiziell eingeweiht wurde.

«Die Umgestaltung bringt die dringend notwendige Entflechtung vor dem Abgang zu den Geleisen, wo sich bis jetzt auf engstem Raum Ankommende, Abreisende, Postautoreisende und Kioskkunden in die Quere gekommen sind», so der Steiner Gemeindeammann Hansueli Bühler. Der Bahnhof als «Visitenkarte der Gemeinde» sehe nun deutlich besser aus als vorher.

Haltekante für Sisslerfeld-Bus

Jürg Amstutz, Projektleiter der SBB Immobilien sagte, der neue Platz sei mit Velo-Parking und Bus-Haltekanten ein «Sinnbild der kombinierten Mobilität» und Martin Brändli, Leiter Betriebe Postauto Region Nordschweiz, sprach von einem «weiteren wichtigen Puzzle-Teil im öffentlichen Verkehr des oberen Fricktals».

Mit den neuen Haltekanten sind die Voraussetzungen geschaffen, dass Gelenkbusse den Bahnhof Stein ansteuern können. Ab wann dies der Fall sein wird, ist noch offen. Es brauche noch Anpassungen an weiteren Standorten, speziell in Frick, so Brändli.

Michael Strub, Projektleiter Infrastruktur in der Sektion öffentlicher Verkehr des kantonalen Departements Bau Verkehr und Umwelt, betonte, dass man auch vorausschauend geplant habe. Es gebe zwei Haltekanten für die beiden bestehenden Buslinien. Die dritte sei hauptsächlich für eine allfällige neue Buslinie für die Bedienung des wirtschaftlichen Entwicklungsschwerpunkts Sisslerfeld gedacht.

Gekostet hat die Umgestaltung des Bahnhof-Vorplatzes rund 800 000 Franken. Die Kosten werden von Kanton, SBB und Gemeinde getragen. Mit der Fertigstellung des Vorplatzes ist die Bautätigkeit nur für kurze Zeit abgeschlossen. Voraussichtlich im kommenden Jahr ist neben dem Vorplatz Baustart für das neue Parkdeck mit vier Parkebenen. Gegen das Baugesuch der SBB sind keine Einsprachen eingegangen.