Mobilfunkanbieter Salt muss in Gipf-Oberfrick eine kleine Niederlage einstecken. Die geplante Mobilfunkanlage des Waadtländer Netzbetreibers auf dem Dach des Landi-Gebäudes darf nicht gebaut werden – die Gemeinde wies das Baugesuch ab.

Im gleichen Gebäude befinden sich unter anderem eine Tanzschule, ein Fitnessstudio und eine Software-Firma.

Knapp fünf Meter zu viel

«Das Gesuch wurde aus baurechtlichem Grund abgelehnt», sagt Gemeindeschreiber Urs Treier. «Die Antenne wäre zu hoch gewesen.» Er verweist auf die Regelung der Bau- und Nutzungsordnung (BNO), die die zulässige Firsthöhe von Mobilfunkanlagen festlegt.

So wäre die geplante Antenne mit ihren fast 20 Metern Höhe rund fünf Meter zu hoch gewesen – erlaubt ist eine maximale Höhe von 15 Metern.

Neben der überschrittenen Höhe, die für den Gemeinderat «der Hauptgrund für die Abweisung» gewesen sei, gingen bei der Gemeinde auch mehrere Einwendungen gegen das Projekt ein. «Es gab vor allem Sammeleinwendungen gegen die geplante Antenne. Insgesamt waren es knapp 20», sagt Gemeindeschreiber Treier.

Komplett abgeschrieben ist die Antenne am Gerenweg 4 nach dem abgewiesenen Baugesuch aber nicht. Salt hat einerseits die Möglichkeit, beim Kanton Beschwerde gegen den Entscheid der Gemeinde einzureichen.

Andererseits kann der Mobilfunkanbieter einfach ein neues Gesuch stellen – beispielsweise an einer anderen Lage oder mit einer BNO-konformen Antenne. «Mit einer kleineren Antenne würde die gewünschte Strahlendosis wohl nicht erreicht werden», sagt Treier.

Salt prüft Anfechtung

«Es bedarf einer sorgfältigen Prüfung des ablehnenden Entscheids», sagt Benjamin Petrzilka, Medienverantwortlicher bei Salt. «Es ist denkbar, dass dieser angefochten wird.»

Der Bau von Mobilfunkantennen ist in der Region grundsätzlich kein einfaches Unterfangen. Schon die kürzlich geplanten Antennen in Zeiningen, Schupfart und Sulz wurden von Anwohnern massiv bekämpft. Auch die Antenne in Gipf-Oberfrick dürfte wohl mit Gegenwind aus der Bevölkerung rechnen dürfen, sofern das Projekt weiterverfolgt wird.