Frick
Fricktaler Turnveteranen treffen sich zur 65. Herbsttagung

169 Turnveteraninnen und Turnveteranen nahmen an der 65. Herbsttagung in Frick teil. Sie wählen Bruno Schraner aus Sulz für für Roland Obrist in die Obmannschaft. Regierungsrat Alex Hürzeler beehrt die Zusammenkunft mit seinem Gruss.

Hans Zemp
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Die Obmannschaft in der neuen Zusammensetzung vl.: Robert Kaiser, Hanspeter Maurer, Obmann Werner Fasel, Bruno Schraner und Meinrad Schibli.

Die Obmannschaft in der neuen Zusammensetzung vl.: Robert Kaiser, Hanspeter Maurer, Obmann Werner Fasel, Bruno Schraner und Meinrad Schibli.

Hans Zemp

Die 65. Herbsttagung der Fricktaler Turnveteraninnen und Turnveteranen ist immer wieder ein ganz besonderer Anlass im Terminkalender der Senioren. 169 von ihnen folgten der Einladung der Obmannschaft nach Frick. Bruno Schraner, Sulz, wird neu für Roland Obrist in die Obmannschaft gewählt. Die Fricker Turnveteranen und die Männerriege unter Ernst Leimgruber und Urs Rehmann mit ihrem Helferteam bereiteten den Senioren einen warmen Empfang.

«Der jetzige Moment ist der Wichtigste, und die wichtigste Person im jetzigen Moment ist immer diejenige, die in unmittelbarer Nähe ist», meint Obmann Werner Fasel einleitend in Anlehnung an das, was vor Jahresfrist Christoph Küng an der Totenehrung in Wölflinswil verlauten liess. Wenn man durch die Reihen schaute, traf Fasel mit seinen Worten den Nagel deutlich auf den Kopf, bildet diese Zusammenkunft doch etwas ganz besonderes in der Agenda. Auch Regierungsrat Alex Hürzeler, er selber Turnveteran, liess es sich trotz Wahlsonntag nicht nehmen, beim Apéro einige Worte an die Anwesenden zu richten.

Traditionell gedenkt man zu Beginn der Tagung auf dem örtlichen Friedhof der verstorbenen Turnerinnen und Turner. In letzten Jahr verstarben zwölf von ihnen. Unter den Klängen der Bläser-gruppe Frick gestalteten Hanspeter Maurer von der Obmannschaft und Pfarrer Kurt Ruf aus Laufenburg eine besinnliche und würdige Ehrung der Verstorbenen.

Eidgenössisches Turnfest wieder in Aarau

Im Anschluss an diese Gedenkfeier war zum Apéro bei der Turnhalle 59 gela-den. Sportminister Alex Hürzeler liess es sich trotz Wahlsonntag nicht nehmen, die Turnveteranen mit einem Kurzbesuch zu beehren. In seiner Grussbotschaft liess er verlauten, dass in Zukunft der Sport weiter auf gute finanzielle Unterstützung zählen darf, dass im 2013 im Aargau die Museen für Sportvereine gratis geöffnet sind, wenn die Gruppe mindestens zehn Personen umfasst und dass, wie am Vortag be-schlossen, das eidgenössische Turnfest 2019 wieder in Aarau stattfinden wird.

Nach dem Apéro und dem Mittagessen in der Mehrzweckhalle, dieses wurde vom Jodlerklub Frick unter Matthias Hunziker musikalisch umrahmt, und dem herzlichen Willkomm von Gemein-deammann Anton Mösch, der Vereine als Bereicherung für das Dorf sieht und sich noch gerne an die gemütlichen Stunden seiner sportlichen Aktivkarriere erinnert, übernimmt Obmann Werner Fasel und leitet speditiv durch die Geschäfte

Die Fricktaler Veteranenvereinigung zählt heute 690 Mitglieder, darunter 27 Frauen, oder gesamthaft zwölf mehr als vor Jahresfrist. In acht Ortsgruppen gab es insgesamt 34 Neumitglieder, wobei Rheinfelden mit einem Zuwachs von sechzehn und Frick mit sieben Leuten am meisten zu dieser Zunahme beitrugen. Es war aber ebenso von 22 Austrit-ten wegen Todesfall oder aus andern Gründen Kenntnis zu nehmen. Werner Fasel appellierte an die Versammelten, die Werbetrommel weiter wacker zu rühren, um den Aufwärtstrend halten zu können. Für Werner Fasel müssen alle eine soziale Verantwortung wahrneh-men gegenüber den älteren Veteranin-nen und Veteranen, die ja noch immer eine wichtige Stütze der Vereinigung sind und mit ihrem Jahresbeitrag helfen, in der Jugendförderung Gutes zu leis-ten. «Glaubt mir, sie sind es euch dankbar», meint Fasel.

Die Finanzen sind gesund

Die Jahresrechnung konnte im letzten Jahr einen Ertragsüberschuss ausweisen. Dies war für die Verantwortlichen Grund genug, die Vergabungen für ein Jahr zu verdoppeln. In den Genuss von je 500 Franken kommen das Trainingszenter Nationalturnen in Zuzgen und die Regionale Leichtathletikanlage Stein für einen «Rundbahnmeter».

Nach neun Jahren Zugehörigkeit zur Obmannschaft tritt der Sulzer Roland Obrist in die Reihen zurück. Für ihn wird Bruno Schraner, auch er aus Sulz und ein langjähriger Schaffer in der Turnszene, gewählt. «Bruno hat sich für das Turnen viele Jahre eingesetzt», meint Werner Fasel bei der Portierung, und die Versammlung hievt ihn mit warmem Applaus in die Obmannschaft.

Die Ehrungen nehmen an der Versammlung immer einen breiten Platz ein und werden in einen besonderen Rah-men gestellt. So durfte Hanspeter Maurer in diesem Jahr 48 Turner, darunter mit Lisbeth Obrist aus Wil eine Frau, mit einer Flasche Wein ehren. Auch in diesem Jahr blieb der Sulzer Oskar Obrist mit Jahrgang 1920 der Tagungsälteste. Urs Amsler aus Kaisten hat die Ortsgruppenleitung nach zehn Jahren an Walter Jegge weiter gegeben. Auch die beiden Seniorenleiter für den Turnbetrieb der Veteranen, Walter Märke in Hornussen und Kurt Schlienger in Zuzgen werden verdientermassen geehrt.

Vergabe von Anlässen

Tagungsort im nächsten Jahr wird Möhlin am 27. Oktober sein und für 2014 erhielt Sulz den Zuschlag. Ganz allgemein freut sich Werner Fasel, dass die Vergabe von Anlässen keine Probleme bereitet. Als Höhepunkt im Vereinsjahr steht sicher die Organisation der Landsgemeinde der Aargauer Turnveteranen in Stein am 22. September 2013 an.

In seiner Grussbotschaft macht der Zuzger Daniel Hollinger, seines Zeichens Präsident des Trägervereins der Regionalen Leichtathletikanlage, noch Wer-bung für die Finanzbeschaffung für die Instandstellung der Rundbahn. Kreisturnverbandspräsident Martin Wald-meier erstattet Bericht zu den Aktivitäten seines Verbandes. Dabei freut er sich, dass es im Kreisturnverband momentan sehr gut läuft.

Heinz Kim, Obmann der kantonalen Turnveteranenvereinigung, dankt den Fricktaler Veteranen für die wichtige soziale Arbeit, die auf allen Ebenen geleistet wird. In seiner Botschaft appelliert er an die Pflege der Freundschaft und Turnkameradschaft und daran, dass Aktivturner mit Rat und Tat unterstützt werden sollen. Er erhofft sich auch einen Grossaufmarsch an der Veteranenlandsgemeinde in Stein im nächsten Jahr.

Den Ausklang der Tagung machten die «Nicolas Fischer»-Gruppe aus Uster mit Break Dance und in gefälligen Akrobatikdarbietungen.