«Sauberes Fricktal»
Fricktaler Gemeinden gehen gegen Littering vor – mit 100 Plakaten

Rund 30 Fricktaler Gemeinden werden demnächst neue Anti-Littering-Plakate bei sich im Ort aufstellen.

Dennis Kalt
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«Zigaretten-Abfall macht krank»: Mit dem Sujet der Schule Hornussen will die Arbeitsgruppe «sauberes Fricktal» auf die Vermüllung aufmerksam machen. DKA

«Zigaretten-Abfall macht krank»: Mit dem Sujet der Schule Hornussen will die Arbeitsgruppe «sauberes Fricktal» auf die Vermüllung aufmerksam machen. DKA

Abfall gehört in den Kübel – so einfach wäre dies und der öffentliche Raum wäre sauber. Dass dies nicht so ist, weiss Gisela Taufer, Präsidentin der Arbeitsgruppe «sauberes Fricktal». «Unachtsamkeit oder Bequemlichkeit führen dazu, dass Zigarettenstummel oder Glas- und Plastikflaschen auf dem Boden landen.» Ein Problem sei nicht nur, dass die Natur unter der Vermüllung leide, sondern, dass dadurch ein Mehraufwand für die Gemeinden entstehe. «Im Aargau werden zwischen 12 000 und 13 000 zusätzliche Arbeitsstunden im Jahr aufgebracht, um den Müll aus dem öffentlichen Raum zu beseitigen», so Taufer.

Mit dem Aktionsmonat «sauberes Fricktal» will die gleichnamige Arbeitsgruppe dafür sorgen, dass die Strassen sauber bleiben. Hierfür hat sie ein Projekt lanciert, bei dem Schulen 49 Collagen mit Botschaften gegen das Littering entworfen haben. Vertreter der Fricktaler Gemeinden haben unter diesen die zwei besten Sujets ausgewählt, aus denen nun zwei grossformatige Plakate entstanden sind. Rund 30 Gemeinden machen bei der Aktion mit. Insgesamt haben diese rund 100 Plakate bestellt und werden sie demnächst bei sich im Ort aufstellen.

«Dadurch, dass so viele Gemeinden mitmachen, erhält die Aktion eine regionale Ausstrahlung und einen höheren Sensibilisierungsgrad», sagt Helene Bigler von der Arbeitsgruppe «sauberes Fricktal». Ebenfalls Abnehmer von fünf Plakaten ist der Jurapark Aargau. «Wir werden die Plakate an Märkten, Messen und diversen Veranstaltungen zeigen. Dort, wo tendenziell viel Müll anfällt», sagt Anna Hoyer Bühler, Projektleiterin für Umweltbildung & Natur.

Schüler sammeln Müll auf

Eines der beiden Sujets mit der Botschaft «Zigaretten-Abfall macht krank» stammt von der Kreisschule Regio Laufenburg. «Ein Plakateinsatz macht dort Sinn, wo sich Kippen am Boden anstatt im Aschenbecher ansammeln», sagt Bigler. Das zweite Plakat-Sujet wurde von der Schule Hornussen entworfen und trägt die Botschaft «Haltet die Stadt sauber, macht das Dorf schön». Die Schüler sammelten zur Collagenherstellung Abfall von der Strasse und ordneten diesen so an, dass das Motiv einer Stadt entstand. Laut den Gemeindevertretern werden die Plakate vor allem an Bushaltestellen, Schulen, Jugendtreffpunkten und Sammelstellen zum Einsatz kommen.

Gisela Taufer wird aufgrund der zeitlichen Belastung als Gemeindepräsidentin von Zeiningen ihr Präsidium der Arbeitsgruppe «sauberes Fricktal» an Thomas Freiermuth, Gemeinderat in Möhlin, abgeben.