Information
Fricktaler Gemeinden erneuern Online-Auftritte – Wir haben die Websites unter die Lupe genommen

Drei neue Fricktaler Gemeindewebseiten bestechen mit Optik und Übersichtlichkeit – zwei andere haben Nachholbedarf.

Dennis Kalt
Merken
Drucken
Teilen
Fricktaler Gemeinde-Websites unter der Lupe
4 Bilder

Fricktaler Gemeinde-Websites unter der Lupe

Screenshot

Wer wissen will, wann die nächste Papiersammlung ansteht oder wie hoch die Abfallgebühren sind, schaut oftmals auf der Webseite seiner Gemeinde nach. Im Idealfall findet der Nutzer nach wenigen Klicks die gewünschte Information. Neben Übersichtlichkeit und Benutzerfreundlichkeit zeichnet sich eine gute Website durch eine ansprechende Optik aus.

So fungiert laut Florian Wunderlin, Gemeindeschreiber in Mettauertal, die Webseite als «Visitenkarte» für die Gemeinde, bei der es auf den ersten Eindruck ankommt. Gleich mehrere Gemeinden haben in den letzten Monaten ihre «Visitenkarte» erneuert. Die AZ nimmt die Online-Auftritte von Mettauertal, Herznach, Schupfart, Zeiningen und Eiken unter die Lupe.

Fricktaler Gemeinde-Websites unter der Lupe

Fricktaler Gemeinde-Websites unter der Lupe

Screenshot

Mettauertal hat seit Oktober eine neue Webseite. «Uns war wichtig, das Personal als Einheit zu präsentieren und die Vorzüge der Gemeinde auf den ersten Blick deutlich zu machen», sagt Wunderlin. Dies ist gelungen: Mettauertal ist eine der wenigen Gemeinden, bei der alle Mitarbeiter mit Porträtfoto mit einheitlichem Hintergrund abgebildet sind. Auch die Startseite kann sich sehen lassen. Panoramabilder von Kühen im Grünen und ein qualmender Kohlemeiler stellen die weitläufige Natur und das kulturelle Merkmal der Gemeinde in den Vordergrund.

Screenshot

Etwas später, im Dezember, hat auch Herznach seine Webseite erneuert. «Nach zehn Jahren ist das auch mal Zeit geworden», sagt Gemeindeschreiber Harry Wilhelm. Rund drei Monate habe es gedauert, bis die Inhalte abgefüllt und die Seite online gehen konnte. Auffällig an der Seite sind besonders die Details: Die Farben des Gemeindewappens, rot und grün, finden sich immer wieder in einzelnen Elementen und Überschriften. «Dies ist kein Zufall. Jede Layout-Entscheidung wurde bewusst in Absprache mit einem Informatik-Unternehmen getroffen», erklärt Wilhelm.

In Schupfart wurde die Erneuerung der Homepage immer wieder herausgezögert. «Zuletzt war sie schon so alt, dass man sie aus technischen Gründen gar nicht mehr hätte bewirtschaften können», sagt Gemeindeschreiberin Jacqueline Stöcklin. Von den Vereinen und Bewohnern habe man besonders wegen der verbesserten Übersichtlichkeit Lob bekommen. So sind sämtliche Reglemente, Merkblätter und Formulare nun alphabetisch und nach verschiedenen Bereichen geordnet.

Screenshot

Potenzial zur Verbesserung

Optisch hat der Online-Auftritt von Zeiningen noch Nachholbedarf. Beim Aufrufen der Startseite erscheint der Inhalt nur auf der Hälfte des Bildschirms. Dementsprechend klein fällt die Schrift im Navigationsmenü sowie der Inhalt aus. Zudem kommt durch die Verengung das Panorambild der Gemeinde in der Kopfzeile nicht zur Wirkung. Dass der Online-Auftritt Nachholbedarf hat, weiss auch Gemeindeschreiberin Sheena Heinz: «Die Seite springt einem nicht gerade ins Gesicht.» Deswegen, und aufgrund der schwerfälligen Bedienung wurde eine Erneuerung der Webseite in das Budget für 6500 Franken aufgenommen.

Screenshot

Ebenso Luft nach oben hat der Webauftritt von Eiken. Ein altes Bild vom Gemeindehaus, ein Zug, der in den Bahnhof einfährt und ein Gemeindeporträt zum Anlass einer Kochsendung aus dem Jahre 2011 auf der Startseite wirken antiquiert und uninspiriert. Dazu sagt Gemeindeschreiberin Jennyfer Zbinden: «Wir haben eine Überarbeitung immer wieder nach hinten rausgeschoben, werden die Webseite jedoch in den nächsten ein bis zwei Jahren erneuern.»