Bilanz
Fricktaler Gartenbeizen trotzen Fussball, Regen und Hitze

Der Sommer 2016 barg für die Gartenbeizen Herausforderungen. Viele Beizer ziehen trotzdem ein positives Fazit.

Nadine Böni
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Gäste im Wallbacher «Fabriggli» geniessen die letzten Tage des Sommers und die Aussicht auf den Rhein. Nadine Böni

Gäste im Wallbacher «Fabriggli» geniessen die letzten Tage des Sommers und die Aussicht auf den Rhein. Nadine Böni

Nadine Böni

Für Sepp Hohler konnte die Fussball-Europameisterschaft nicht schnell genug vorbei sein. «Wenn Fussball läuft, dann kommen die Leute weniger in die Beiz – da können wir machen, was wir wollen», sagt der Wirt des Gasthofs zum Adler in Mumpf. Für Hohler bedeutete dies einen mässigen Start in die Gartenbeiz-Saison. Eine Saison, die er insgesamt als «ziemlich verhalten» einstuft. Denn nach der EM kam der Regen und nach dem Regen die Hitze. «Es sind verschiedene Faktoren, die dazu führten, dass wir im Vergleich zu anderen Jahren Umsatzeinbussen verzeichnet haben», sagt Hohler. Darum gelte es nun, das Beste aus Herbst und Winter zu machen.

Positiver sieht es Yannick Gerber, Geschäftsführer im Rheinfelder «Pane Amore e Fantasia» (Paf). Von der EM war in seinem Restaurant nichts zu spüren. Im Gegenteil: «Wir haben noch nie Fussballspiele übertragen. Es gibt Leute, die kommen gerade deswegen zu uns», sagt Gerber. Auch mit dem Wetter wüssten die Gäste umzugehen: Der Kälte im Juli begegnete das Paf mit Decken. So konnten die Gäste immer draussen sitzen. Und weil die Plätze im Freien gedeckt sind, konnte ihnen auch der Regen nichts anhaben. «Was den Sommer 2016 angeht, können wir nicht klagen», zieht Gerber Bilanz.

Ähnlich tönt es bei Laura Lüdi vom Landgasthof Krone in Möhlin. Während zweier Jahre wurde an der Landstrasse direkt vor der «Krone» gebaut. Das hat das Geschäft negativ beeinflusst. Nun sind die Arbeiten abgeschlossen und Laura Lüdi sagt: «Es herrscht wieder Normalzustand.» Gerade die saisonalen Produkte seien in diesem Sommer hervorragend gelaufen, sagt Lüdi. «Das tut gut. Vor allem, weil das Gastgewerbe nicht einfach ist.»

Anpassungsfähige Gäste

«Hervorragend» und «gut» sind Worte, die auch im Gespräch mit Willi Kaufmann, Wirt im «Fabriggli» in Wallbach, und Kurt Treier vom Gasthof zur Blume in Magden fallen. «Wir sind sehr zufrieden. Es gab viele schöne Tage, an denen die Gäste lange draussen sitzen konnten», sagt Kaufmann. Bewährt habe sich die Lounge, die das «Fabriggli» im Frühjahr eingerichtet hat. «An Abenden, an denen es sehr voll war, konnten die Gäste in der Lounge einen Apéro trinken und warten, bis ein Tisch frei wird», so Kaufmann.

Regelmässig voll war auch der Garten der Magdener «Blume». «Die Gäste haben sich in den letzten Wochen der Hitze angepasst», sagt Kurt Treier. Vor allem leichte Kost wie Salate sowie kalte Trendgetränke wie Aperol und Ouzo seien oft bestellt worden.