Kenia

Fricktaler Ehepaar sammelt 25000 Franken für Schulhausbau in Kenia

Ursula und Marcel Hauri engagieren sich für Hilfsprojekte in Kenia. ach

Ursula und Marcel Hauri engagieren sich für Hilfsprojekte in Kenia. ach

Seit Jahren unterstützen Ursula und Marcel Hauri Hilfsprojekte in Kenia. Ihr Engagement zeigt Wirkung: So sammelte das Ehepaar in der Region Rheinfelden 25000 Franken für den Bau eines Schulhauses für die kenianische Gemeinde Panpapper.

Schon vor Jahren entdeckten Ursula und Marcel Hauri ihre Liebe zu Kenia. Von dem Mangel und der Not in manchen Regionen auf Ferienreisen tief berührt, entschlossen sie sich zur Hilfe für Menschen in dem ostafrikanischen Land, von dem viele nur die Touristengebiete an der Küste zwischen Mombasa und Malindi kennen.

Solidarität aus Rheinfelden

Ursula, den Rheinfeldern eher als Ursi und hervorragende Köchin bekannt, sowie Marcel, der Stadtweibel im Rathaus, scheuen keine Mühen, um für ihre Idee der Hilfsbereitschaft und Solidarität mit Kenianern in teils sehr ärmlichen Verhältnissen in Nordosten des Landes zu werben.

Geld für eine Kuh

Doch einfach nur das Geld überweisen, reicht beiden nicht: Sie nehmen ihren Ferien, um sich in Kenia zu überzeugen, wie von ihnen angestossene Projekte vorankommen, verteilen auch direkt Geld, um beispielsweise für eine kinderreiche Familie eine dringend benötigte neue Kuh zu kaufen. «In diesem Frühjahr flogen wir nicht nach Kenia, weil uns die Lage wegen der politischen Wahlen zu heikel erschien», bekennen Ursi und Marcel.

Von ihren afrikanischen Freunden wissen sie per Mail und SMS: «Die Präsidentschaftswahlen in Kenia sind friedlich verlaufen. Es ist kaum zu bezweifeln, dass auch diese Wahlen, wie so üblich in afrikanischen Ländern, nicht ohne Probleme abliefen, kam es doch vor, dass einzelne Provinzen mehr Stimmen gezählt haben als Menschen, die zur Urne gegangen sind.»

Vor Ort läuft die Organisation

Derzeit befindet sich ein Schulhausneubau in der Realisierungsphase, ungeachtet der politischen Verhältnisse im Land. 25 000 Franken liessen sich in der Region Rheinfelden sammeln, was die Hauris mit Stolz und vor allem Dankbarkeit erfüllt. «Der Schulleiter Wycliffe Mukasa schickt uns regelmässig SMS aus Kenia und schildert uns die Baufortschritte und sein persönliches Befinden. Er ist unglaublich glücklich, wie alle in der Gemeinde Panpapper.»

Ursi und Marcel geraten fast schon ins Schwärmen: «Der Schulleiter hat dank unseren Spenden zahlreiches Baumaterial kaufen können. In Kenia muss der Bauherr das Material zuerst selber beschaffen, bevor er die Handwerker organisiert.»

Backsteine und Holz

Und es werden auch Zahlen genannt: 6000 Backsteine, 70 Säcke Zement, 48 Säcke Sand, Holz für die Verschalungen sowie diverses Zubehör. «Ohne Kräne, Bagger, Betonmischer und Strom dauern die Arbeiten naturgemäss wesentlich länger als bei uns. Dafür haben sie in Kenia etwas, was wir nicht haben: Zeit!» Ursi und Marcel rechnen damit, dass diese Schule für rund 170 Kinder spätestens im Laufe des nächsten Jahres fertig wird.

Brunnenbau und Bleistifte

Schon 2007 leisteten die beiden Materialspenden vor Ort zum Bau von Schreibtischen in einer Schule und Baumpflanzaktion in Ukunda. Und im dortigen Waisenhaus verteilten sie Kleider, Spiele, Seife, Bälle, Ballone, Farbstifte. In dem Dorf Waa ermöglichten sie es Anfang 2012, dank 700 Franken aus der Schweiz, einen Brunnen auszumauern und ihn wieder funktionstüchtig machen.

Weitere Informationen: www.udugu.ch

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