Fricktal
Trotz Corona: Viele kleinere Märkte wollen in der Region für vorweihnachtliche Stimmung sorgen

Im vergangenen Jahr wurden praktisch alle vorweihnachtlichen Anlässe wegen der Coronapandemie abgesagt. Und auch dieses Jahr werden die grossen Fricktaler Weihnachtsmärkte in Frick, Laufenburg und Möhlin nicht stattfinden – wohl aber viele kleinere Märkte: Sie passen ihre Konzepte an und hoffen, der Bevölkerung so eine Freude bereiten zu können.

Nadine Böni
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Der traditionelle Möhliner Adventsmarkt – hier bei der letzten Durchführung 2019 – muss erneut pausieren: Die Organisatorinnen haben der Anlass in Absprache mit der Gemeinde abgesagt.

Der traditionelle Möhliner Adventsmarkt – hier bei der letzten Durchführung 2019 – muss erneut pausieren: Die Organisatorinnen haben der Anlass in Absprache mit der Gemeinde abgesagt.

Clara Rohr-Willers (30. November 2019)

Leicht ist ihnen der Entscheid nicht gefallen, aber: In Absprache mit der Gemeinde haben Verena Siegenthaler und Gisela Hilpert beschlossen, den Möhliner Adventsmarkt erneut abzusagen. Der Markt würde wohl als Veranstaltung und nicht als Markt eingestuft, weshalb härtere Massnahmen gelten würden, etwa eine Zertifikatspflicht auf dem Gelände. Siegenthaler sagt:

«Das ist logistisch kaum umsetzbar. Der Aufwand wäre riesig und für uns nicht zu bewältigen.»

Ende September hatte bereits der Gewerbeverein Region Frick-Laufenburg bekannt gegeben, dass auch seine traditionellen Weihnachtsmärkte in Frick und Laufenburg auch in diesem Jahr nicht durchgeführt werden. Mit derselben Begründung.

Freundinnen und Freunde von besinnlicher Marktstimmung werden im Fricktal aber auch so auf ihre Kosten kommen. Denn: Die diversen etwas kleineren Weihnachts- und Adventsmärkten der Region hoffen darauf, dass eine Durchführung möglich sein wird und stecken derzeit mitten in den Planungen.

Ein Blick nach Basel zur «Mäss»

Die Fricktaler Veranstalter orientieren sich dabei auch an der Basler Herbstmesse, konkret: am Petersplatz. Dieser ist als Markt von der Zertifikatspflicht ausgenommen. Es wird lediglich das Tragen einer Schutzmaske nahegelegt – ein Zertifikat muss hier nur vorweisen, wer in einem Beizli-Innenraum etwas essen oder trinken möchte. Das wird an den Fricktaler Märkten vielerorts gleich laufen.

In Zeiningen etwa soll am 18. Dezember die zweite Ausgabe der «Zeiniger Wiehnacht» durchgeführt werden. Die rund 15 Verkaufsstände werden dabei auf dem Mehrzweckhallenplatz im Mitteldorf aufgestellt. Das Gelände ist ohne Zertifikat begehbar. Für die Kaffeestube, das Kinderbasteln sowie das Konzert der «Freaktal Singers» in der Halle gilt hingegen Zertifikatspflicht. Organisatorin Angela Rauschenbach sagt:

«Allenfalls werden wir auch mit einem Bändeli-System arbeiten, damit die Zirkulation zwischen Markt und Halle einfacher ist.»

In Sulz findet der traditionelle Adventsmarkt am 21. November statt. Auch hier gilt auf dem Marktgelände keine Zertifikatspflicht, sondern lediglich die Empfehlung, eine Maske zu tragen. Organisator Andreas C. Kistner sagt:

«Wir werden darauf achten, dass die Stände in grösserem Abstand zueinander stehen und es dazwischen etwas mehr Freiraum gibt.»

An den Ständen gäbe es auch ein kulinarisches Angebot. Ob dagegen die Güggelibeiz aufgestellt wird, ist noch offen. Hier gälte wohl eine Zertifikatspflicht.

«Chlausmärt» statt Weihnachtsmarkt

In Zeihen ist der traditionelle Weihnachtsmarkt dieses Jahr für den Samstag, 27. November, geplant. OK-Mitglied Claudia Schüttel ist erfreut über die Anzahl der Anmeldungen. Gut 20 Stände werden am Markt aufgeschlagen, darunter auch einige neue Betreiberinnen und Betreiber. Schüttel sagt:

«Nachdem der Markt in Frick abgesagt wurde, trafen bei uns einige Anmeldungen von dort ein.»

Das Konzept ist auch am Zeiher Weihnachtsmarkt ähnlich wie an den anderen Märkten: Draussen gilt keine Zertifikatspflicht, in der Rösti- und der Kaffeestube hingegen schon.

In Herznach soll statt des klassischen Weihnachtsmarkts am 6. Dezember ein «Chlausmärt» stattfinden, samt Besuch des Samichlaus'. Ähnlich wie in Frick und Laufenburg wäre der Herznacher Weihnachtsmarkt wohl als Veranstaltung eingeschätzt worden, erklärt Mitorganisatorin Vreni Kläusler den Entscheid.

In der Kaffeestube im «Dorftreff» werde die Zertifikatspflicht gelten, an den Ständen dagegen nicht, so Kläusler. Wichtig sei ihnen gewesen, die Tradition des Weihnachtsmarktes aufrecht zu erhalten.

In Wallbach fehlen noch wenige Standbetreiber

In Wallbach ist derweil noch offen, ob der geplante Weihnachtsmarkt am Wochenende vom 27. und 28. November stattfinden kann. Noch seien knapp nicht genug Anmeldungen eingegangen, sagt Organisator Alfons P. Kaufmann. Er ist aber zuversichtlich, dass sich das noch ändert. Kaufmann sagt:

«Wir möchten den Menschen eine Freude machen. Sie sollen den Advent und die Weihnachtszeit gemeinsam in einem schönen Ambiente einläuten können.»

Es ist ein Wunsch, der sämtliche Fricktaler Weihnachtsmärkte in diesem Jahr eint.

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