Planung läuft
«Fricktal tanzt» muss coronabedingt pausieren – die Devise des Vereins lautet: «Flexibel bleiben!»

Der Verein «Fricktal tanzt» pausiert vorerst und hofft, im Frühjahr wieder Events durchführen zu können. Die nächsten Termine sind nun der 22. Januar für die «Party Night» und der 23. Januar als Paartanzabend.

Nadine Böni
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Sabine und Däni Anderhub, Mitorganisatoren von «Fricktal tanzt», blicken in eine ungewisse Zukunft.

Sabine und Däni Anderhub, Mitorganisatoren von «Fricktal tanzt», blicken in eine ungewisse Zukunft.

nbo (Rheinfelden, 19.August 2020

«Dort, wo es möglich ist, tanzt zu Hause weiter.» Diese Worte richtet Däni Anderhub, Mitorganisator von «Fricktal tanzt» an die Fans der Eventreihe. «Auch wenn es nicht dasselbe ist, so bleibt ihr in Schuss, fit und erfahrt dennoch die positiven Eigenschaften des Tanzes.» Es ist seine Botschaft für die kommenden Wochen, vielleicht Monate – denn: Tanzevents werden in dieser Zeit kaum stattfinden.

Die «Fricktal tanzt»-Events im November hatten die Organisatoren bereits abgesagt, bevor der Bundesrat am Mittwoch die Coronamassnahmen verschärfte. Bei so hohen Fallzahlen «merken wir auch eine zusätzliche Zurückhaltung bei den Gästen – auch ohne Restriktionen. Dies ist absolut verständlich und nachvollziehbar», so Anderhub. Ziel sei es ausserdem, das potenzielle Risiko eines Coronafalls und einer Quarantäneanordnung für Gäste und Helferteam möglichst gering zu halten.

Nicht nur die Vorgaben spielen eine Rolle

Die nächsten Termine sind nun der 22. Januar für die «Party Night» und der 23. Januar als Paartanzabend. «Flexibel bleiben», heisst die Devise der Organisatoren. «Wir werden alles so weit vorbereiten, damit wir bereit sind, sollte sich abzeichnen, dass diese Events möglich sind», sagt Anderhub. Wobei er betont: «Der Vorlauf für den ­Januarevent dürfte ambitiös sein.»

Die dannzumal geltenden Vorgaben von Events, aber auch die Höhe der Fallzahlen oder die Auslastung der Spitäler – all das spielt eine Rolle bei der Entscheidungsfindung. «Alles, was auf die Einstellung und das Verhalten der Menschen Einfluss nimmt», sagt Anderhub. Denn: «Es braucht nebst einer epidemiologisch vertretbaren Grundlage vor allem Lust und Vertrauen, damit die Gäste wieder kommen. Angst und Unsicherheiten hemmen sehr stark.»

Immerhin: Mit den für das «Sommer Tanzfest» im August in der Kurbrunnenanlage und die Tanzevents im September und Oktober im Bahnhofsaal haben die Organisatoren gute Erfahrungen gemacht. «All unsere Schutzkonzepte haben sich bewährt», sagt Anderhub. «Die Gäste haben diese gut angenommen und eingehalten. Wir hatten bei all unseren Events bislang keinen Vorfall.»

Bei der Planung kommender Events sei es wichtig, das Verhalten der Gäste zu antizipieren. Sprich: Ob und wie viele Gäste unter den gegebenen Umständen kommen. Anderhub ist ehrlich: Die Events in den vergangenen Wochen wurden durchgeführt, um den Menschen einen «Inselmoment» vom Alltag zu ermöglichen. Finanziell gelohnt hat sich das nicht. «Wir haben den Entscheid für eine Durchführung auch mit dem negativen Budget bewusst gewählt, damit wir diese Möglichkeit bieten konnten», sagt Anderhub. Langfristig kann das allerdings keine Lösung sein.

Die Planung für 2021 ist erschwert – aber sie läuft

Vorerst aber plant der Verein mit regelmässigen Events im 2021. Wobei Anderhub auch sagt: «Die Planung ist aufgrund der Ungewissheit anspruchsvoll, auf verschiedenen Ebenen. Sei dies mit den DJs, den Tanzschulen, Sponsoren oder auch fürs Team. Doch alle kennen die Situation und das Verständnis ist gross.» In den nächsten Wochen startet die Detailplanung – mit dem Vorbehalt Corona als stetigen Begleiter. Mit einer «einigermassen normalisierten Situation» rechnen die Organisatoren frühestens im März. «Alles, was früher möglich und realisierbar ist, nehmen wir als Geschenk», sagt Anderhub.

Und immerhin: In den letzten Tagen durfte der Verein auch gute Nachrichten entgegennehmen. Der für das kommende Jahr angedachte Start der Sanierung des Bahnhofsaals wurde verschoben. «Damit haben wir ein Jahr im Bahnhofsaal gewonnen und mehr Zeit, um eine Anschlusslösung für unsere Veranstaltungen zu finden», sagt Anderhub.