Rheinfelden

«Fricktal tanzt» machts möglich: Die Marktgasse wurde zum Ballsaal

Impressionen vom Tanz-Flashmob in der Rheinfelder Altstadt

Impressionen vom Tanz-Flashmob in der Rheinfelder Altstadt

Der Verein «Fricktal tanzt» hat 35 Paare organisiert, die in der Menschenmenge zu Musik ab Lautsprecher beginnen, Disco Fox zu tanzen. Den Passanten blieb aber nicht wie an anderen Flashmobs üblich nur die Zuschauerrolle. Die Paare lösten sich beim zweiten und dritten Lied auf und holten sich Tanzpartner aus dem Publikum.

Am «Frühlingserwachen» von Pro Altstadt organisierte «Fricktal tanzt» einen Disco Fox Flashmob.

Kurz vor 16 Uhr ging am 1. Mai bei der alten Rheinfelder Rheinbrücke die Musik an und nach und nach begannen Tanzpaare, zu Disco-Fox-Rhythmen zu tanzen. Viele der zahlreichen Besucher der Veranstaltung «Frühlingserwachen» von Rheinfelden Pro Altstadt blieben stehen. Einige zückten ihr Smartphone und filmten die Szenen, andere wippten im Takt und ein etwa sechsjähriger Junge tanzte spontan mit seiner jüngeren Schwester.

Beim zweiten und dritten Stück lösten sich die 35 Tanzpaare, die vom Verein «Fricktal tanzt» organisiert waren, auf – und forderten die Zuschauer zum Tanz auf. Meist mit Erfolg und so waren bald gegen 70 tanzende Paare Teil des Disco Fox Freestyle Flashmob.

Nur wenig später folgte der zweite Flashmob auf der Höhe des Zähringerplatzes in der Marktgasse. Auch hier liessen sich viele Passanten und vor allem Passantinnen bereitwillig zum Tanzen auffordern. Ein Mann liess sogar seinen eben gekauften Glace-Becher am Gelati-Stand zurück, um das Tanzbein zu schwingen.

«Zeigen, dass der Paartanz lebt»

«Wir wollen zeigen, dass der Paartanz lebt», sagt Däni Anderhub von «Fricktal tanzt». Der Verein organisiert alle zwei Monate Paartanzveranstaltungen mit bis zu 350 Besuchern im Bahnhofsaal Rheinfelden (die AZ berichtete). Schon länger habe man sich überlegt, einen Flashmob zu veranstalten, so Anderhub weiter. Mit dem «Frühlingserwachen» von Rheinfelden Pro Altstadt habe man nun den geeigneten Rahmen gefunden.

Anderhub sprach im Vorfeld von zwei grossen Herausforderungen. «Einerseits müssen unsere 35 Paare unter den Leuten überhaupt Platz zum Tanzen finden. Andererseits ist offen, ob die Zuschauer wirklich mittanzen werden.» Nach zwei der vier Flashmobs, war klar, dass die Tänzer die Herausforderungen gemeistert haben.

Passanten tanzten gerne mit

Anderhub und die anderen organisierten Tänzer, die alle regelmässig an den Veranstaltungen von «Fricktal tanzt» teilnehmen, waren denn auch sehr zufrieden mit der Aktion. «Ich hatte sehr gute Tanzpartnerinnen», sagte ein Tänzer. «Es hat problemlos geklappt, Passanten aufzufordern, und viele waren mit Begeisterung dabei und bewiesen, dass sie tanzen können», freute sich ein anderer. Etwas schwieriger war es für die Tänzerinnen, Partner zu finden. «Für die Männer ist es eher ungewohnt, dass sie aufgefordert werden», so eine Tänzerin. Doch letztlich blieb kaum eine Tänzerin ohne Partner.

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Autor

Marc Fischer

Marc Fischer

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