Fricktal tanzt
Grosses Sommerfest: Rheinfelden wird zum Rock-‘n‘-Roll-Städtli

Tanzbegeisterte haben beim grossen Sommerfest des Vereins Fricktal tanzt das Tanzbein geschwungen in Rheinfelden. Highlight am Samstag war der Oldtimer-Corso durch die Altstadt.

Horatio Gollin
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Mitten im Städtli sorgen die Tanzeinlagen für Unterhaltung.

Mitten im Städtli sorgen die Tanzeinlagen für Unterhaltung.

Horatio Gollin

Das grosse Sommerfest des Vereins Fricktal tanzt in Rheinfelden stand unter dem Motto Rock ‘n‘ Roll. Als Highlight zog am Samstag ein Oldtimer-Corso durch das Städtli. Nur langsam kamen die fast 50 Autos vor­an und legten immer wieder Stopps ein, da vorneweg Paare marschierten, die zu Rock  ‘n‘  Roll tanzten.

In den Gassen drängten sich die Schaulustigen, um einen Blick auf die Fahrzeuge zu werfen. Hauptsächlich amerikanische aus den 1960er- und 1970er-Jahren waren zu sehen, aber auch andere Oldtimer hatten sich dem Corso angeschlossen. Es gab Hingucker wie einen Lotus Seven von 1971, einen Chevrolet Belair von 1956, einen Citroën Tracion von 1951 oder einen Ford F1 von 1940 als das älteste mitfahrende Modell.

Vergangenes Jahr wollte Verein ein Zeichen setzen

«Wir haben überlegt, uns nicht nur auf das Tanzen zu fokussieren, sondern mehr Volksfestcharakter zu schaffen», erklärte Däni Anderhub vom Verein Fricktal tanzt. Als thematischer Schwerpunkt wurde Rock ‘n‘ Roll gewählt und da lag die Verbindung zu den Oldtimern auf der Hand.

Grosses Sommerfest des Vereins Fricktal tanzt.
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Grosses Sommerfest des Vereins Fricktal tanzt.
Grosses Sommerfest des Vereins Fricktal tanzt.
Oldtimer und Rock‘n‘Roll im Städtli (von links): Oliver Jucker, Sabine Anderhub und Däni Anderhub.
Grosses Sommerfest des Vereins Fricktal tanzt.
Grosses Sommerfest des Vereins Fricktal tanzt.
Grosses Sommerfest des Vereins Fricktal tanzt.
Grosses Sommerfest des Vereins Fricktal tanzt.

Grosses Sommerfest des Vereins Fricktal tanzt.

Horatio Gollin

Der Verein um Däni und Sabine Anderhub sowie Oliver Jucker plant bis zu neun Tanzevents im Jahr. Die Pandemie machte ihnen im letzten Jahr aber einen Strich durch die Rechnung. Immerhin wurde das grosse Sommerfest im vergangenen Jahr zum ersten Mal gefeiert. Anderhub meinte, dass es sich finanziell nicht gelohnt habe, aber der Verein ein Zeichen hatte setzen wollen.

Das diesjährige Sommerfest war nun der erste Tanzevent seit Oktober. Die Auflagen waren lockerer als im vergangenen Jahr und Einlass hatten alle Geimpften, Genesenen und Getesteten, weshalb am Eingang auch ein Testzelt errichtet wurde.

Die Organisatoren und Besucher waren zufrieden

Am Freitag eröffnete der Aussenbereich mit Festwirtschaft um 17 Uhr, wo die Besucher auf der 100 Quadratmeter grossen Tanzfläche tanzen konnten. Für Stimmung sorgten die Liveband Déja Vu sowie Dani Kalt und der A-cappella-Chor Klangtastisch. Ab 22 Uhr war draussen Schluss mit der Musik, dafür heizten bei der Ü30-Party in der Kurbrunnenanlage DJ Matteo und DJ Cube den Tänzern ein.

Fast 50 Autos, hauptsächlich aus den 1960er- und 1970er-Jahren, fahren vorbei an vielen Schaulustigen durch das Städtli vom Obertor zur Kurbrunnenanlage.

Fast 50 Autos, hauptsächlich aus den 1960er- und 1970er-Jahren, fahren vorbei an vielen Schaulustigen durch das Städtli vom Obertor zur Kurbrunnenanlage.

Horatio Gollin

Am Samstag kamen die ersten Gäste schon ab 12 Uhr auf das Festgelände und um 14 Uhr startete die Teenie-Disco mit DJ Nick in der Trinkhalle. Ab 18 Uhr füllte sich die Outdoor-Tanzfläche bei der Rock- ‘n‘ - Roll-Party mit der Liveband Krüger Rockt. In den Pausen präsentierten die schon beim Oldtimer-Corso aufgetretenen Tänzer Rock- ‘n‘ -Roll- und Boogie-Show-Einlagen. Die Lautsprecher wurden um 22 Uhr wieder abgedreht und der Tanzevent in die Kurbrunnenanlage verlegt, wo DJ Andi bis spät in die Nacht moderne Songs und Golden Oldies auflegte.

Am Freitag waren 400 Besucher gekommen und Anderhub hoffte, dass am Samstag das Maximum von 500 Besuchern erreicht würde. Zufrieden zeigte er sich schon am frühen Abend bei fast vollem Festgelände. Auch die Besucher waren begeistert. «Wir sind wegen der Musik gekommen und um zu zuschauen. Selber tanzen wir nicht mehr», erklärte eine ältere Baslerin, die mit ihrer Freundin schon den Oldtimer-Corso angeschaut hatte: «Das war unsere Jugendzeit.»

Unter die Tänzer hatte sich auch ein Paar aus Wangen an der Aare gemischt. «Wir machen das schon seit 1986», meinte der Mann. Er und seine Partnerin tanzen mit Vorliebe Rock- ‘n‘ -Roll-Akrobatik, Lindy Hop, Swing und Boogie-Woogie. Er erklärte, dass es in der Schweiz keine grosse Gruppe an Tänzern gebe, weshalb man immer wieder auf Bekannte treffe. Seine Partnerin ergänzte:

«Während Corona ging das nicht. Es ist schön, wieder zusammenzukommen.»

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