Fricktal Regio
Wichtige Antworten für zukünftige Bebauung: Die Testplanung zum Sisslerfeld ist abgeschlossen

Der Planungsverband Fricktal Regio treibt die Gebietsentwicklung im Sisslerfeld voran. Bald sollen die Ergebnisse einer umfangreichen Testplanung präsentiert werden – und wichtige Fragen für die Bebauung des Areals beantworten. Offene Fragen gibt es hingegen
bei der künftigen Besetzung des Verbandsvorstands.

Nadine Böni
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Eine nun fertiggestellte Testplanung zum Sisslerfeld soll die Gebietsentwicklung vorwärts bringen.

Eine nun fertiggestellte Testplanung zum Sisslerfeld soll die Gebietsentwicklung vorwärts bringen.

Gerry Thönen / Aargauer Zeitung

«Fricktal Regio» stehen spannende Monate bevor. Da sind zum einen offene Fragen, wie es im Vorstand des Planungsverbands weiter geht. Dessen heutiger Präsident, Christian Fricker, tritt Ende Jahr nämlich als Vizeammann von Frick ab, nach insgesamt 24 Jahren im Gemeinderat.

Christian Fricker.

Christian Fricker.

Zvg / Aargauer Zeitung

Womit sich die Frage stellt, ob Fricker auch seine Aufgabe als Präsident des Planungsverbands Fricktal Regio abgeben wird. Er verneint: «Ich würde gern noch eine Amtsperiode weiter machen. Die Vielfalt der Arbeit im Verband gefällt mir und der Einsatz für die Region ist für mich zur Herzensangelegenheit geworden.»

Dass er diese Amtsperiode dann ohne Funktion im Gemeinderat bestreiten würde, sieht er nicht als Problem: Sein Netzwerk zu den Fricktaler Gemeinderäten sei gut, ebenso die Beziehung zu den Kollegen im Fricker Gemeinderat.

«Ich denke, ich bringe einen Rucksack mit, der mir das erlaubt.»

Offen ist im unteren Fricktal, wie Fredy Böni und Thomas Rohrer bezüglich ihrer Mandate im Vorstand entscheiden. Böni tritt als Gemeindeammann von Möhlin ab, Rohrer hat sich noch nicht entschieden, ob er Ammann von Hellikon bleiben möchte. Offen ist ausserdem im oberen Fricktal, welchen Einfluss die Fusion Böztal auf die Vertretung im Vorstand haben wird.

Klarheit wird hier im Sommer geschaffen. Bis dann müssen die Mitglieder des Vorstands allfällige Rücktritte melden.

Konkrete Pläne für das Sisslerfeld

Spannend werden die kommenden Monate derweil auch, weil eines der bedeutendsten Projekte des Planungsverbands – die Gebietsentwicklung im Sisslerfeld – wohl einen grossen Schritt weiter kommt. Das sei eines der «prägenden Projekte» im vergangenen Jahr gewesen, sagt Fricker.

In vier Teams wurde seit Anfang 2020 eine Testplanung erstellt. Mit dieser können Lösungsansätze und -strategien untersucht, verglichen und selektioniert werden. Unter anderem soll abgeschätzt werden, welche Mobilitätsbedürfnisse bei einer vollen baulichen Nutzung entstehen und wie diese siedlungsverträglich abgewickelt werden können. Fricker:

«Die Testplanung deckt verschiedene Aspekte wie Verkehr, Natur und Bodennutzung ab.»

Die nachfolgenden Planungen sollen den Gemeinderäten der Sisslerfeld-Gemeinden – Sisseln, Stein, Münchwilen, Eiken – Planungs- und Rechtssicherheit schaffen, wenn es dereinst an die entsprechende Überarbeitung der Bau- und Nutzungsordnungen geht.

Resultate der Testplanung liegen vor

Die Erkenntnisse aus der Testplanung sind inzwischen ausgewertet und werden zu einer Synthese mit einem Zielbild und erforderlichen Umsetzungsschritten weiterentwickelt. Im Sommer sollen die Ergebnisse laut Fricker veröffentlicht werden. Klar ist: Im Sisslerfeld sollen «wertschöpfungsintensive, innovative und umweltfreundlich produzierende Firmen angesiedelt werden, wie attraktive Arbeitsplätze schaffen», so Fricker.

Das hatte sich in den letzten Jahrzehnten – trotz des unbestritten riesigen Potenzials des Standorts – als knifflige Aufgabe entpuppt. Vor allem auch, weil mehrere Grundeigentümer und Gemeinden involviert sind. Nun sagt Fricker:

«Ich habe ein gutes Gefühl, dass wir mit der Testplanung einen wichtigen Schritt vorwärts kommen.»

Fricker betont allerdings auch, dass die Detailplanung noch einmal eine grosse Herausforderung darstelle und den Involvierten viel Arbeit abverlangen werde. Es dürfte also spannend bleiben.