Fricktal
Fronleichnam: Vielerorts finden die Prozessionen nur in reduzierter Form statt

Zwar sind bis zu 300 Personen an religiösen Veranstaltungen im Freien erlaubt, trotzdem gibt es in Frick und Wegenstetten dieses Jahr keine eindrücklichen Prozessionen durch die Dörfer. In Laufenburg wird den Bewohnern des Alterszentrums eine Freude bereitet.

Dennis Kalt
Merken
Drucken
Teilen
Die Prozession zu Fronleichnam – hier 2009 – gehört zur Fricker Tradition. Dieses Jahr findet sie jedoch nicht statt.

Die Prozession zu Fronleichnam – hier 2009 – gehört zur Fricker Tradition. Dieses Jahr findet sie jedoch nicht statt.

Bild: Lilly-Anne Brugger

Mit dem Fronleichnamsfest – dieses Jahr am Donnerstag, 3. Juni – erinnern die Katholiken an die Gegenwart Jesu im Sakrament der Eucharistie. Für gewöhnlich finden hierzu in einigen Fricktaler Gemeinden eindrückliche Prozessionen statt, an denen die gewandelte Hostie – der Leib Christi – in einer Monstranz durch die Strassen getragen wird.

Mit den aktuellen Lockerungen wären die traditionellen Prozessionen durchführbar. Michel Hassler, Sprecher des zuständigen Departments für Gesundheit und Soziales des Kantons, sagt mit Bezug auf das Bundesamt für Gesundheit: «Erlaubt sind religiöse Veranstaltungen mit höchstens 100 Personen drinnen und 300 Personen draussen. Mitwirkende Personen wie Priester oder Organistinnen werden nicht mitgezählt.»

Keine Prozession durchs Dorf in Frick

Trotzdem verzichten die Kirchengemeinden Peter und Paul sowie St.Wendelin auf den Prozessionszug, der für gewöhnlich von der katholischen Kirche in Frick über die Hauptstrasse bis zum Alterszentrum Bruggbach führt. Pfarreiseelsorger Ulrich Feger sagt:

«Die Lockerungen kamen zu knapp, um die Prozession wie für gewöhnlich vorzubereiten.»

Die Frage gestellt, ob man eine Prozession wie im gewöhnlichen Rahmen durchführen soll, habe man sich, als noch eine Personenobergrenze von 50 Personen galt. «Mit dem Besuch des Alterszentrums zusätzlich haben wird dies aber für schlichtweg nicht möglich gehalten», sagt Feger.

Stattdessen haben die Schülerinnen und Schüler der 8. Klassen drei bunte Prozessionsteppiche zum Thema «Gott suchen, finden und teilen» angefertigt, die in den Kirchen von Frick und Gipf-Oberfrick ausliegen. Als Ersatz wird in Frick eine kurze Prozession stattfinden, die aus der Kirche in Richtung Labyrinth führt, wo ein Altar aufgebaut ist.

Sofern das Wetter mitspielt, findet nach dem Gottesdienst auf der Grimmermatte in Laufenburg eine Prozession mit etwa 80 Personen durch die Altstadt zum Alterszentrum Klostermatte statt. Dort wird die Stadtmusik spielen und der Segen verteilt. Roland Schnetzler, Präsident der Kirchenpflege, sagt:

«Damit wollen wir den Bewohnern des Alterszentrums eine Freude machen. Sie haben doch sehr unter Corona gelitten.»

Speziell an der Prozession durch die Altstadt ist, dass diese von den Tambouren begleitet wird, die mit ihrem Trommelwirbel für eine angemessene Akustik Sorgen, wie Schnetzler sagt.

Masken werden getragen, Teilnehmer erfasst

Auch in Stein findet eine Prozession in kleiner Runde mit einer Station statt, wie Pfarreiseelsorgerin Christina Kessler sagt. «An der Prozession werden Masken getragen und die Teilnehmer erfasst. Ansonsten ist aber alles wie gewohnt.» So werden denn auch die Blumenteppiche in und vor der Kirche sowie beim «Heizöl-Fredy» mit einzelnen Familien ausgelegt.

Die Pfarrei Wegenstetten-Hellikon verzichtet auf ihre Prozession durch das Dorf vorbei an vier Altären. Etwa 200 bis 300 Personen ziehen für gewöhnlich durch Wegenstetten. Darunter auch der Kirchenchor, die Musikgesellschaft und andere Delegierte. Wie in Frick war auch für die Pfarrei Wegenstetten-Hellikon die Zeit zu knapp, um nach der letzten Lockerung die Prozession wie für gewöhnlich zu organisieren.