Fricktal
Als wäre Corona nie gewesen: Die Menschen geniessen ihr Leben wieder in Restaurants und Freizeitzentren

Die umfassenden Lockerungen lassen die Stimmung bei den Fricktalerinnen und Fricktalern steigen: Am Wochenende genossen viele ein paar unbeschwerte Stunden – sei es in der Gartenwirtschaft, in einem Schwimmbad oder beim Minigolfen. Der Gedanke an die Pandemie scheint dabei ganz weit weg.

Nadine Böni
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Am Sonntag besuchten fast 1400 Personen das Fricker Schwimmbad – und auch am Montag genossen die Gäste die Sonne vor dem Sturm.

Am Sonntag besuchten fast 1400 Personen das Fricker Schwimmbad – und auch am Montag genossen die Gäste die Sonne vor dem Sturm.

Dennis Kalt /
Aargauer Zeitung

Es fühlt sich an, als wäre die Schweiz auf dem Weg zurück in die Normalität einen riesengrossen Schritt vorwärtsgekommen: Seit Samstag sind die neuesten und umfassenden Lockerungen der Coronamassnahmen in Kraft. Und die Menschen nutzen das aus. Das zeigte sich an diesem Wochenende auch im Fricktal. So sagt etwa Johannes Oehler, Geschäftsführer des Sport- und Freizeitcenters Bustelbach mit seiner Minigolf-Anlage in Stein:

«Die Menschen sind locker drauf, sie geniessen die Zeit zusammen und kommen wieder sehr gern zu uns. Das ist wirklich schön zu sehen.»

Im Gastronomiebereich spüre man die Lockerungen am deutlichsten, sagt Oehler. So ist die Maskenpflicht im Freien aufgehoben und in Restaurants können wieder beliebig viele Personen zusammensitzen. «Wir müssen weniger Polizist spielen», sagt Oehler mit einem Lachen. «So macht auch die Arbeit wieder mehr Freude.»

Ähnlich tönt es bei Patrick Peter, Leiter Schwimmbad in Möhlin. Noch bis Freitag galt eine Kapazitätsgrenze von maximal 800 Personen, die sich gleichzeitig im Schwimmbad aufhalten durften. Das führte gerade an heissen Tagen teils sogar zu Warteschlangen vor dem Eingang. Nun sind wieder 2000 Besucherinnen und Besucher zugelassen – «damit muss sicher niemand mehr draussen warten», sagt Peter.

Deutlich mehr Besucher

Am Sonntag etwa besuchten rund 1200 Personen das Schwimmbad. Da fühlte es sich für den Schwimmbadleiter fast wie vor der Pandemie an. «Von Corona war kaum mehr etwas zu spüren», sagt er. Das sagt auch Markus Bättig, Betriebsleiter des Freizeitzentrums Vitamare in Frick:

«Den Menschen ist eine gewisse Erleichterung und Befreiung anzumerken.»

Rund 15'000 Besucherinnen und Besucher kamen im Juni bisher ins Möhliner Schwimmbad, mehr als dreimal so viel wie im gleichen Monat vergangenes Jahr. «Und das, obwohl das Wetter ja nicht immer mitgespielt hat», so Patrick Peter. Das zeige, dass die Menschen wieder etwas unternehmen und erleben wollten.

Härtere Massnahmen auf Schiff

Zu den möglichen Ausflugszielen gehört seit einigen Tagen auch wieder das Fahrgastschiff Trompeter von Säckingen. Kapitän Johann-Peter Michlmayr hat den Betrieb nach der monatelangen Zwangspause aufgenommen. Die Massnahmen in Deutschland sind allerdings noch deutlich strenger als in der Schweiz – was gerade Schweizer Gäste ab und zu vergessen. Michlmayr nimmt das locker. Er sagt:

«Wir sind einfach froh, dass wir überhaupt wieder fahren dürfen, auch wenn noch Einschränkungen gelten.»

Er hofft nun auf die Sommerferien und baut ab kommender Woche das Fahrtenangebot aus. «Ich hoffe auf einen tollen Sommer. Das würde uns allen sehr guttun», sagt Michlmayr.

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