Frick/Kaisten
Autofahrer missachten Vollsperrung über den Kaistenberg: «Wir reden hier nicht von Einzelfällen»

Die Regionalpolizei Oberes Fricktal hat erste Lenker gebüsst, die das Fahrverbot im Zuge der Sanierung der Kantonsstrasse missachtet haben. Die Polizei behält den Strassenabschnitt im Auge, denn es geht um die Sicherheit der Bauarbeiter und der Lenker.

Dennis Kalt
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Über den Kaistenberg gilt – bis auf wenige Ausnahmen – seit dem 13. September ein Fahrverbot.

Über den Kaistenberg gilt – bis auf wenige Ausnahmen – seit dem 13. September ein Fahrverbot.

Dennis Kalt / Aarguaer Zeitung

Das Fahrverbotsschild am Fuss des Kaistenbergs ist kaum zu übersehen, nach einigen Metern folgt gleich ein zweites. Seit dem 13. September ist die Strasse wegen Sanierungsarbeiten etwa ein Jahr lang gesperrt. Einzig der öffentliche Bus, landwirtschaftliche Fahrzeuge und Anwohner dürfen die Strasse noch passieren.

Zwar halte sich die grosse Mehrheit an das Fahrverbot, doch so mancher ignoriere es auch, sagt Werner Bertschi, Chef der Regionalpolizei Oberes Fricktal. Und:

«Wie reden hier nicht mehr von Einzelfällen.»

Aufgrund der deutlichen Signalisation geht Bertschi nicht davon aus, dass die Autofahrer «versehentlich» die gesperrte Route über den Kaistenberg nehmen.

Es ist nicht das erste Mal, dass die Regionalpolizei Oberes Fricktal auf fehlbares Verhalten von Fahrzeuglenkern im Zusammenhang mit Baustellen stösst. Im Zuge der Sanierung der Baslerstrasse vor Laufenburg büsste die Polizei eine grössere Zahl von Lenkern, die ein «Einfahrt verboten»-Schild beim Beginn der Umleitung ignorierte und versuchte, von der falschen Seite her das eingerichtete Einbahnregime zu befahren.

100 Franken Busse bei Missachtung

«Wenn wir jemanden erwischen, der verbotenerweise über den Kaistenberg unterwegs ist, büssen wir ihn mit 100 Franken», sagt Bertschi. Erste Bussen hat die Regionalpolizei bereits ausgesprochen, die Kaistenbergstrasse wird sie während der Sanierung im Auge behalten.

Denn, so sagt Bertschi, die Strasse sei ja auch nicht grundlos gesperrt. Dies hilft nicht nur, die Bauzeit deutlich zu verkürzen, weil viel längere Bauetappen gleichzeitig möglich sind. Es hilft auch, die Sicherheit für die Arbeitenden bei den sehr engen Platzverhältnissen zu gewährleisten. Bertschi sagt:

«Unter der Vollsperrung gehen die Bauarbeiter nicht davon aus, dass ein Auto vorbeifährt. Das kann für Gefahrensituationen sorgen.»

Umgeleitet wird der Individualverkehr – täglich verkehrten rund 4500 Fahrzeuge über den Kaistenberg – über Eiken und den Hardwald bis zum Ende der Sanierung für rund zwölf Monate. Gemäss Kanton könne jedoch auch der Autobahnabschnitt Frick–Eiken in beide Richtungen die Fahrzeit verringern und entlaste zudem die Verkehrsknoten in Eiken und Frick.

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