Frick
Fricker hat Online-Shop als Maturarbeit umgesetzt

Baris Gökduman beweist mit seiner Idee Unternehmergeist. Im Rahmen seiner Maturarbeit hat der Fricker einen Online-Shop für Unterhaltungselektronik, Zubehör und Dienstleistungen erstellt.

Marc Fischer
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Baris Gökduman (rechts) und Kollege Philip Steck aus Möhlin. mfi

Baris Gökduman (rechts) und Kollege Philip Steck aus Möhlin. mfi

Am Anfang stand ein gewisser Ärger. «Bereits vor ein paar Jahren habe ich mich immer geärgert, dass ich bei den Online-Versteigerungs-Plattformen Gebühren bezahlen musste», erzählt Baris Gökduman aus Frick. Schon damals habe er darüber nachgedacht, selber einen Online-Shop einzurichten. Aus Zeitgründen hat er damals davon abgesehen. «Eine Maturarbeit erfordert rund 80 Stunden Einsatz, da habe ich beschlossen, den Online-Shop jetzt umzusetzen.»

Der Wirtschaftsmaturand hat sich in seiner Maturarbeit zum Ziel gesetzt, mit wenig Know-how und kleinem Budget einen Online-Shop für Unterhaltungselektronik, Zubehör und Dienstleistungen zu erstellen – und Kunden zu generieren. «Ich konnte meinen Mathematiklehrer als Mentor für die Arbeit gewinnen», freut sich Gökduman, «er war sogleich vom Projekt begeistert.»

Hilfe beim Logo

Mittlerweile hat Gökduman schon mehr als die geforderten 80 Stunden in sein Projekt investiert und der Shop ist seit fast drei Monaten unter www.e-vendor.ch aufgeschaltet. Die Website hat der Maturand mithilfe eines speziellen Programms selber erstellt. Beim Logo konnte er auf Hilfe seines Kollegen Philip Steck aus Möhlin zurückgreifen. «Gewisse Dinge habe ich unterschätzt», gibt Gökduman zu, «deshalb habe ich Philips Hilfe gerne in Anspruch genommen.»

Interessanterweise bestand das Logo vor dem Namen. «Im Zeichenunterricht haben wir gemeinsam experimentiert und die Kombination von e und v hat es uns angetan.» Sie hätten dann einen passenden Namen dazu gesucht: nun steht das e einerseits für die elektronische Plattform und andererseits für die Elektrogeräte und vendor als englischer Begriff für Anbieter oder Lieferant war ebenfalls passend und naheliegend.

Rund 2000 Franken investiert

Beworben hat Baris Gökduman den Online-Shop mit rund 1000 Flyern, die er verteilt hat – sowie im Internet auf Facebook. Über 1000 Besucher verzeichnet der Shop bereits und die Bestellungen lassen auch nicht auf sich warten. «Ich komme tatsächlich langsam in die Verdienstzone», freut sich der Maturand, der rund 2000 Franken in sein Projekt investiert hat. Die Nachfrage hat aber auch für Probleme gesorgt: «Zunächst führte ich kein Lager, ich habe die Artikel jeweils nach Bestellungseingang in China bestellt.» Dies hat zu lange Lieferfristen zur Folge und Gökduman hat reagiert: «Mittlerweile habe ich die meistverkauften Artikel bei mir zu Hause an Lager.»

Und er beweist Sinn für Marktlücken. «Ich biete Dienstleistungen wie iPhone-Reparaturen an, damit kann ich mich von der Konkurrenz abheben.» Ziel ist es, den Shop auch nach Abschluss der Maturarbeit zu betreiben. «Es soll zwar nicht zu meinem Hauptberuf werden, denn ich möchte ein Wirtschafts- oder Jus-Studium beginnen, aber als Hobby möchte ich weitermachen.»