Frick
Fricker fordert mit Petition einen Zebrastreifen zum A3-Center

Sicher zu Fuss zum Einkaufen ins A3-Center – das ist das Anliegen des Frickers Christoph Birk. Er fordert auf petitio.ch deshalb einen Fussgängerstreiben. Der Kanton prüft bereits eine Querungsstelle mit Insel.

Marc Fischer
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Frick: Bei der Ausfahrt aus dem Veloweg könnte dereinst eine Querungsstelle für Fussgänger mit einer Fussgängerinsel entstehen.

Frick: Bei der Ausfahrt aus dem Veloweg könnte dereinst eine Querungsstelle für Fussgänger mit einer Fussgängerinsel entstehen.

Marc Fischer

Christoph Brik wohnt in Frick im Dorf und geht oft zu Fuss ins A3-Center zum Einkaufen. Dabei vermisst er einen Fussgängerstreifen, um die Hauptstrasse sicher zu überqueren. Nun wirbt er auf der von der «Nordwestschweiz» neu lancierten Petitionsplattform petitio.ch um Unterstützung für sein Anliegen. Auf dem Abschnitt zwischen der Römergarage und dem A3-Center würde ein Fussgängerstreifen «die heutige Situation wirklich entschärfen», schreibt er. «Die Überquerung der Hauptstrasse wäre somit auch für Kinder, ältere Menschen und ‹Nichtsportler› gefahrlos zu bewältigen.»

Möglich, dass das Anliegen von Christoph Brik – zumindest teilweise – erfüllt wird. «Es besteht seit längerem die Idee einer Querungsstelle für Fussgänger auf der Höhe der Tamoil-Tankstelle», sagt Kai Schnetzler, Sektionsleiter Verkehrssicherheit bei der kantonalen Abteilung für Tiefbau. Derzeit treffe die Gemeinde Frick diesbezüglich Abklärungen. Allerdings: Ein Zebrastreifen ist nicht Teil des Projekts. «Vorgesehen ist eine Verkehrsinsel», so Schnetzler. Grundsätzlich wäre ein Fussgängerstreifen in der Tempo-60-Zone zwar möglich, «doch es gilt immer die Gesamtsituation zu berücksichtigen», so Schnetzler.

Ein Fussgängerstreifen mache nur dann Sinn, wenn die Nutzungsfrequenz genügend hoch sei. Hinzu kommt, dass an der vorgesehenen Stelle, die Querung gleichzeitig auch eine Anbindung ans Radwegnetz gewährleistet. «Ein Fussgängerstreifen könnte hier zu gefährlichen Situationen führen», führt Schnetzler aus. «Denn Fussgänger haben ein Vortrittsrecht, fahrende Velos jedoch nicht.»

Bis wann eine Querungsstelle mit Inseli errichtet werden könnte, vermag Kai Schnetzler nicht abzuschätzen. Unter anderem wird nämlich von privaten Grundeigentümern Land benötigt, da die Strasse verbreitert werden müsste. Laut dem Fricker Gemeindeschreiber Michael Widmer konnten diese Verhandlungen noch nicht geführt werden. «Insofern ist die Idee noch nicht spruchreif», so Widmer.

Temporärer Gehweg zum Werkhof

Gelöst ist dagegen die Frage, wie der ehemalige A3-Werkhof, der ab April als Unterkunft für Asylsuchende genutzt wird, für Fussgänger erschlossen wird. Um eine sichere Überquerung der Strasse sicherzustellen, werde südlich des ‹Dinokreisels› – also auf dem Zubringer Richtung Staffelegg – eine beleuchtete Querungshilfe errichtet, erklärt Anja Kopetz, stellvertretende Leiterin Kommunikation im Departement Gesundheit und Soziales. Von der Unterkunft bis zur Querungsstelle wird ausserdem ein Gehweg geschaffen.

Alle notwendigen Bewilligungen seien erteilt. «Beide Massnahmen sind temporärer Natur», betont Kopetz. Und: «Sowohl der Gehweg wie auch die Querungshilfe gehören zum von den Betreuungspersonen kontrollierten Areal.»