Bewegung

Fricker Elternverein plant einen Vita-Parcours im Gebiet Moos

Katja Deiss (rechts) und Judith Schmid schlagen die Profile für den Parcours ein.

Katja Deiss (rechts) und Judith Schmid schlagen die Profile für den Parcours ein.

Das Baugesuch für den Vita-Parcours liegt auf. Der Fricker Elternverein plant dabei mit regionalen Partnern. Neue Pfade sollen jedoch nicht angelegt werden.

Vor einigen Tagen haben Katja Deiss und Judith Schmid im Wald im Gebiet Moos Holzpfähle eingeschlagen. Es handelt sich dabei um die Bauprofile für den dort geplanten Vita-Parcours. Hinter dem Projekt steht der Elternverein Frick, dessen Vorstand Deiss und Schmid angehören. «Wir haben uns überlegt, wie wir die Menschen in Frick und in der Region wieder zu mehr Bewegung animieren und näher zum Wald als Naherholungsgebiet bringen könnten», sagt Katja Deiss. Der Vorstand des Elternvereins habe im Verlauf des vergangenen Jahres zum Thema verschiedene Ideen zusammengetragen und sei schliesslich mit dem Vita-Parcours an die Gemeinde herangetreten. «Dort stiessen wir sofort auf offene Ohren und Unterstützung», freut sich Deiss.

Der Elternverein wird bei der Umsetzung denn auch tatkräftig vom Forstamt unterstützt. Die einzelnen Posten auf dem Parcours werden vorwiegend aus Akazienholz bestehen, weil dieses besonders langlebig und wetterfest ist. Ein Tipp von Förster Philipp Küng. Die Geräte werden ausserdem soweit möglich von Mitarbeitern des Forstamts gebaut. Überhaupt sollen bei der Umsetzung regionale Unternehmen berücksichtigt werden, sagt Deiss. Auch die Schilder mit den Erklärungen zu den Übungen kommen von einer Firma aus der Region.

Parcours soll von breitem Publikum genutzt werden

Bis zum 15. Juni liegt nun das Baugesuch für den Vita-Parcours öffentlich auf. Der Elternverein hat sich dabei in Zusammenarbeit mit dem Forstamt und der Gemeinde bewusst für das Gebiet Moos entschieden, weil es gut erreichbar ist – auch aus anderen Fricktaler Gemeinden, da der Bahnhof Frick in Gehdistanz liegt. Geplant sind in Frick gut ein Dutzend Posten auf einer Strecke von 2,6 Kilometern. Es würden nur die bereits bestehenden Wege genutzt und keine neuen Pfade angelegt, betont Deiss. Schliesslich soll das Wild im Gebiet nicht zu sehr gestört werden.

«Wir haben eine Strecke gewählt, die sich zum Walken, Spazieren oder auch Joggen eignet», sagt Deiss. Die Posten sollen denn auch in verschiedenen Schwierigkeiten absolviert werden können und unterschiedliche Bereiche abdecken. «Die Idee ist es, dass Sportler, Vereine, ältere Menschen oder Schulklassen den Vita-Parcours ­nutzen können und davon profitieren», so Deiss. Als Fitnessinstruktorin weiss sie, wie wichtig genügend Bewegung ist. «Wir könnten damit vielen Krankheiten oder Beschwerden vorbeugen», sagt sie und nennt als Beispiel Rückenschmerzen. «Gerade in Zeiten von Corona und Homeoffice liest man ja viel davon, dass die Menschen darunter leiden. Eine gute Tiefenmuskulatur würde da vielmals helfen.»

Autor

Nadine Böni

Nadine Böni

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