Frick
Vandalen demolieren die Toilettenanlage der Kirche – jetzt reicht es der Kirchenpflege

Mit Leim verklebte Schlösser, abgerissene Türfallen, mit Papier verstopfte Kloschüsseln – die Toilettenanlage der römisch-katholischen Kirchgemeinde in Frick wurde schon öfters von Vandalen beschädigt oder verschmutzt. Die Kirchenpflege hat nun genug. Es wird über den Einsatz einer Kamera zur Videoüberwachung diskutiert.

Simon Widmer
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Wegen Vandalismus geschlossen: die Toilettenanlage der römisch-katholischen Kirche in Frick.

Wegen Vandalismus geschlossen: die Toilettenanlage der römisch-katholischen Kirche in Frick.

Simon Widmer

Wieder einmal bewegt sich Markus Schmid, Präsident der Kirchenpflege Frick und Gipf-Oberfrick, in Richtung des Postens der Regionalpolizei. Der Anlass dazu ist kein erfreulicher, denn erneut wurde die Toiletteneinrichtung der Kirche beschädigt. Dabei wurde ein Türgriff abgebrochen und später, als die Toilette schon aufgrund der Reparaturarbeiten geschlossen war, noch weitere Dinge an der Tür verunstaltet und heruntergerissen. Cornelia Leclerc, Hauswartin der Kirche in Gipf-Oberfrick, erzählt:

«Eine Türfalle hat ein Gemeindearbeiter am Markt wiedergefunden.»

Schaden im vierstelligen Bereich

Es sei nicht das erste Mal, dass die Türen beschädigt wurden, meint Markus Schmid. «Einmal hat jemand die Schlosser mit Sekundenleim gefüllt.» Bei einem weiteren Vorfall seien die Toilettenschüsseln mit WC-Papier und Ähnlichem gefüllt worden. Beim aktuellen Fall ist ein Schaden von 2000 bis 3000 Franken entstanden. Motive für die Vandalen sieht Schmid keine:

«Vermutlich machen sie es einfach aus dem Grund, etwas kaputtzumachen.»

Kommt nun eine Videoüberwachung?

Massnahmen, damit solche Verunstaltungen nicht mehr passieren, sind auch geplant. Zum einen ist der Fall der Polizei bekannt, die angekündigt hat, den Platz vermehrt zu kontrollieren. Zum anderen wird darüber diskutiert, ob man eine Kamera zur Überwachung des Areals installieren soll. Dabei müsse die Sache aber zuerst noch mit dem Datenschutzbeauftragten des Kanton Aargau abgeklärt werden. Man könne sich aber auch eine Zusammenarbeit mit der Gemeinde vorstellen, die ja bereits an Orten Videoüberwachungen installiert hat.