Frick
Sanierung in acht Etappen: Hauptstrasse soll für 5,8 Millionen Franken aufgewertet werden

Der Souverän entscheidet über den Kredit am 25. Juni. Bei Zustimmung soll die Fricker Hauptstrasse 2023/24 saniert werden. Die Sanierung wird zu zeitweisen Sperrungen einzelner Bereiche, Umleitungen sowie punktuellem Einbahnverkehr führen. Trotzdem soll der Verkehr weiterhin durch die Gemeinde rollen.

Peter Schütz
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Die Hauptstrasse in Frick soll saniert werden. Die Ausführung ist für 2023/24 geplant.

Die Hauptstrasse in Frick soll saniert werden. Die Ausführung ist für 2023/24 geplant.

Bild: Peter Schütz / Aargauer Zeitung

Der Zeitplan für die Sanierung und Aufwertung der Hauptstrasse in Frick steht fest, ebenso die Kosten. Vorausgesetzt, die Gemeindeversammlung genehmigt den entsprechenden Verpflichtungskredit am 25. Juni und der Regierungsrat erteilt danach die Projektgenehmigung, kann die Ausführung in den Jahren 2023/24 erfolgen.

«Die ganze Sanierung dauert dann etwa eineinhalb Jahre», erklärte Tiefbauingenieur Pawel Hug vom beauftragten Planungsbüro Rothpletz & Lienhard AG an der ersten von zwei öffentlichen Informationsveranstaltungen im Vorfeld der Gemeindeversammlung.

Stand heute übernimmt der Kanton 46 Prozent der Baukosten

Die Kosten für die umfangreiche Massnahme bezifferte Kreisplaner Stefano Donatiello, kantonales Departement Bau, Verkehr und Umwelt, mit insgesamt rund 5,8 Millionen Franken inklusive der von der Gemeinde Frick selbst zu finanzierenden Beleuchtung (45'000 Franken).

Stand heute müsste Frick 54 Prozent der Baukosten, also 3,13 Millionen Franken, selbst tragen – 46 Prozent (2,67 Millionen Franken) würde der Kanton Aargau übernehmen. Aber: Aufgrund einer Revision des Strassengesetzes könnte sich der Gemeindeanteil ab 2023 auf 35 Prozent verringern. Die Revision ist zwar noch nicht durch, sagte Donatiello. Aber:

«Es sieht gut aus, dass das Gesetz angenommen wird.»

Die Gemeinde Frick hätte den Vorteil, dass sich ihr Kostenanteil auf 2,14 Millionen Franken verringern würde. Der Grosse Rat hat die Gesetzesänderung in erster Lesung beschlossen.

Sanierung ist in acht ­Etappen geplant

Die Sanierung der Hauptstrasse soll in acht Etappen stattfinden. Sie wird zu zeitweisen Sperrungen einzelner Bereiche, zum Beispiel der Schulstrasse, zu Umleitungen sowie punktuellem Einbahnverkehr führen. Trotzdem soll der Verkehr weiterhin durch Frick rollen. Donatiello sagt aber:

«Es wird Einschränkungen für das Gewerbe geben.»

Die Erreichbarkeit der Geschäfte soll jedoch gewährleistet sein. Das Bauprojekt sieht folgende Massnahmen vor: Ersatz sämtlicher Beläge auf der Strasse – die letzte Erneuerung fand 1992 statt, der Belag hat seine Lebensdauer erreicht – und den Gehwegen; neue Platzgestaltung auf den Vorplätzen für ein einheitliches Erscheinungsbild; neue Randabschlüsse; schliesslich eine neue Bushaltestelle im Mitteldorf für eine bessere Erreichbarkeit des öffentlichen Verkehrs.

Vorgesehen sind zudem Mehrzweckstreifen für einfacheres Abbiegen in die Schulstrasse und Geissgasse. Neu sollen zusätzliche Fussgängerüberquerungen mit Schutzinseln auf Höhe Schulstrasse und Geissgasse eingerichtet werden.

Hinzu kommen zwischen dem Kreisel Stöcklimatt und der Abbiegung Schulstrasse neue Längsparkplätze für sicheres Ein- und Ausfahren, was im Gegenzug eine Verengung der Fahrbahn zur Folge hat. Diese soll zur Reduzierung der Fahrgeschwindigkeit führen.

Tempo 30 durch das Dorf ist vom Tisch

Vom Tisch ist eine durchgehende Zone 30, berichtete Verkehrsplaner Thomas Belloli. Grössere Werkleitungsarbeiten sind nicht vorgesehen. Zwar sollen die Abwasserleitungen saniert werden. Dies sei im Inliner-Verfahren möglich, berichtete Stefano Donatiello. Das heisst: Gräben werden nicht aufgetan.

Zu der Veranstaltung am Donnerstag waren Personen, die im Fricker Zentrum ein Gewerbe betreiben, eingeladen. Die Bevölkerung wird am kommenden Dienstag, 25. Mai, ab 19 Uhr in der Aula des Oberstufenzentrums Ebnet über das Projekt aus erster Hand informiert. Aufgrund der Coronaschutzvorgaben gilt für die Veranstaltung eine Personenobergrenze von 50 Personen. Zudem besteht eine Maskenpflicht. Wer teilnehmen möchte, muss sich via Webseite der Gemeinde Frick anmelden. Die Veranstaltung wird zusätzlich über einen Livestream übertragen.