Gipf-Oberfrick
Freudentag für Gelbbauchunken und Schüler

Die Sekundarklasse 3b leistete einen ganztätigen Arbeitseinsatz in der Grube Egg. Für die Pflanzen- und Tierwelt wurden wieder optimale Lebensbedingungen hergestellt.

Patricia Streib
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Sekundarschüler standen für einmal mit Rechen, Gabeln und Astscheren im Einsatz. (pst)

Sekundarschüler standen für einmal mit Rechen, Gabeln und Astscheren im Einsatz. (pst)

AZ

Zwar waren die Hände vor Kälte noch ganz schön klamm und der Schulweg länger und steiler als sonst, doch Thomas Wohldmanns Klasse war unermüdlich damit beschäftigt, Gräser und Äste zusammenzutragen, diese aufzuhäufen sowie Sträucher und Büsche zurückzuschneiden, um der Pflanzen- und Tierwelt des Biotops wieder optimale Lebens- und Gedeihmöglichkeiten zu verschaffen.

Die Grube Egg gehört dem Kanton und es wurde mit dem Natur- und Vogelschutzverein Gipf-Oberfrick - Vorstandsmitglied Dominik Hohler leitete zusammen mit Lehrer Wohldmann den Einsatz - vertraglich vereinbart, das Biotop zu pflegen und zu unterhalten. Gleichen Inhalts waren auch Dominik Hohlers einleitende Worte an die motivierten Schüler und Schülerinnen, nachdem sich die Schar vollzählig versammelt hatte.

«Eine sorgfältige Pflege des Weihers», so Hohler, «kommt vor allem den ansässigen Amphibien, insbesondere der Gelbbauchunke zugute und es ist erfreulich festzustellen, dass in den letzten Jahren der Bestand dieser Tiere enorm zunehmen konnte.» Fleissig im Einsatz für die Natur Die alljährlichen Einsätze werden stets von Thomas Wohldmanns Klasse bestritten, so kommen die jungen Erwachsenen noch ein zweites Mal zurück zu ihrer Arbeitsstätte und erleben so die Genugtuung, die Früchte ihrer Tätigkeiten zu sehen.

So auch diesmal, als es kurz nach acht Uhr morgens losging. Zwar waren die einen oder anderen zu Beginn etwas zappelig, sei es aus Freude über ausgefallene Stunden oder aus wirklicher Begeisterung, doch kaum war der Rundgang beendet und die Geräte verteilt, kehrte bei den meisten Bienenfleiss ein.

Bewaffnet mit Rechen, Gabeln und Astscheren wurde während mehrerer Stunden hart gearbeitet. Manch einer nutzte die Gelegenheit mal ganz entspannt mit den Kameraden über Themen zu plaudern, für die in den Pausen vielleicht sonst keine Zeit ist, so gab ein Vierzehnjähriger erfreulich erfrischend seiner Freude über sein neugeborenes Brüderchen zum Ausdruck und verschonte seine Freunde nicht mit Details.
Belohnt wurden die fleissigen Hände einerseits durch Feines vom eigens mitgebrachten Grill sowie vom «Batzen». Regine Leutwyler liess es sich nicht nehmen, den Schülern persönlich zu danken und den Zustupf für die Klassenkasse vor Ort zu erreichen. Bestimmt sind auch die zahlreichen Gelbbauchunken äusserst zufrieden und dankbar.