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Besucher-Rückgänge von teils 40 Prozent: Der Regensommer trübt die Fricktaler Badi-Bilanzen deutlich

Probleme wegen Überfüllung hatten die Fricktaler Freibäder in der 2021er-Saison keine. Nach einem durchzogenen Start im Mai stach zwar der Juni als guter Monat heraus. Doch ihm folgte ein verregneter und kühler Hochsommer. Dennoch ziehen die Badmeister teilweise keine allzu schlechte Bilanz, bevor an diesem und am kommenden Wochenende die Saison zu Ende geht.

Hans Christof Wagner
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Die Badi Frick besuchten dieses Jahr schon mehr als 63'000 Gäste.

Die Badi Frick besuchten dieses Jahr schon mehr als 63'000 Gäste.

dka (11. August 2021)

Gerade dreht der Sommer noch einmal auf – aber die 2021er-Badesaison neigt sich dennoch dem baldigen Ende zu. Die Badi Wöflinswil ist schon seit vergangenen Sonntag zu. Rheinfelden, Möhlin und Magden folgen am 12. September. Der letzte Öffnungstag des Vitamare Freizeitzentrums Frick ist der 17. September, ein Tag darauf folgt Laufenburg.

36'000 Besucher insgesamt nennt Badmeister Patrick Peter für die Saison 2021 in der Badi Möhlin – 2500 weniger als 2020. Auch Markus Moll, Badmeister in Laufenburg, sagt: «Die Besucherzahlen bewegen sich mit Sicherheit deutlich unter denen von 2020.» Und Reto Herzog von der Badi Wölflinswil erklärt:

«Wir mussten bei den Einzeleintritten im Vergleich zu 2020 einen Rückgang um 40 Prozent hinnehmen.»

Herzog freut, dass wenigstens die Zahl der Saisonabos stabil geblieben ist. Die Gesamtbesucherzahl fürs Magdener Schwimmbad Schibelacher kann Barbara Holer nicht nennen. Doch auch sie tönt verhalten im Rückblick auf die vergangene Saison: «Wir hatten 2021 an vielen Tagen gar nicht oder nur verkürzt geöffnet.» Meist sei das der Fall gewesen, wenn die Witterung erwarten liess, dass ohnehin niemand oder kaum jemand kommt.

Mehr als 200 reguläre Besucher pro Tag seien es die gesamte Saison über nie gewesen. Holer sagt:

«Wir geniessen jetzt die letzten Tage, die wir noch haben. Und hoffen darauf, aufholen zu können.»

Dauerregen, Unwetter, Hochwasser – das war der Schmuddelsommer 2021. Kein Wunder also, dass er die Bilanzen der Fricktaler Badis gehörig eingetrübt hat. Aber eben nicht bei allen. Eine Badi freut sich gegenüber 2020 über eine Steigerung der Besucherzahl – das Fricker Vitamare. Bis Ende August kamen 63'000 Gäste – gegenüber 50'000 im Vorjahr. Betriebsleiter Markus Bättig: «Eigentlich keine schlechte Zahl für einen Sommer, der gefühlt gar nicht stattgefunden hat.»

Eingerechnet sind da jeweils alle Besucherinnen und Besucher des Freizeitzentrums – also auch jene des Hallenbads und der Sauna.

Spätsommer im September hellt die Bilanz auf

Und wenn die Saison in Frick am Freitag, 17. September, zu Ende geht, dürfte die Schlussbilanz noch einmal besser ausfallen. Die Zahlen vom vergangenen Wochenende und von Anfang dieser Woche stimmen Bättig optimistisch, dass der September die Gesamtbilanz noch aufzuhübschen vermag.

Anfang dieser Woche, am Sonntag und Montag, 5. und 6. September, waren es beispielsweise je knapp 600 Besucher da – darunter auch so manche von ennet der Grenze, wo noch Sommerferien sind.

Der Juni 2021 – in Möhlin sogar «sensationell»

2020 waren die Fricktaler Badis coronabedingt drei bis vier Wochen später als normal gestartet. 2021 waren sie mit Anfang/Mitte Mai wieder zu den üblichen Zeiten offen. Doch angesichts von wenig badefreudigen Temperaturen für die ersten Tage wollte auch in diesem Jahr der Betrieb erst so richtig im Juni beginnen. Und der Monat war, ungeachtet der insgesamt durchzogenen Bilanz, für den Möhliner Badmeister Patrick Peter sogar «sensationell». Er sagt:

«Im Juni 2021 hatten wir mehr als dreimal so viele Besucher wie im Juni 2020 – 15'500 statt 4700.»

Spitzentage im Vitamare Frick waren der Mittwoch, 16. Juni, und der Samstag, 19. Juni, mit je knapp 2000 Badegästen insgesamt, wie Bättig informiert. Aber eben – der Regen-Rekord im Juli blieb nicht ohne Folgen. In diesem Monat zählte die Badi Möhlin beispielsweise nur 8000 Besucher gegenüber 18'000 im Juli 2020.

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