Rheinfelden
Franco Mazzi: «Der Wakker-Preis ist eine Verpflichtung für die Zukunft»

Am Samstagnachmittag durfte Stadtammann Franco Mazzi den Wakker-Preis 2016 entgegennehmen – als Lohn für geleistete Arbeit, aber auch als Auftrag, diese Arbeit in den kommenden Jahren weiterzuführen

Hans Christof Wagner
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Philippe Biéler (l.) vom Schweizer Heimatschutz übergibt Stadtammann Franco Mazzi das Zertifikat: Rheinfelden erhält den Wakker-Preis 2016. Fotos: HCW

Philippe Biéler (l.) vom Schweizer Heimatschutz übergibt Stadtammann Franco Mazzi das Zertifikat: Rheinfelden erhält den Wakker-Preis 2016. Fotos: HCW

Vor rund 400 geladenen Gästen in der Kurbrunnenanlage sagte Philippe Biéler, Präsident des Schweizer Heimatschutzes, in seiner Laudatio: «Sie haben eine der schönsten Altstädte in der Schweiz und pflegen diese mit Sorgfalt.» Und weiter: «Mit dem Wakker-Preis 2016 würdigt der Schweizer Heimatschutz Ihr langjähriges Engagement für ein liebenswertes und stimmiges Stadtbild.»

Lohn auch für die Schwesterstadt

Kauf des Geländes für den Stadtpark Ost 2003, Realisierung des Projekts bis 2013 und, als Krönung, die Öffnung der Grünfläche für die deutschen Nachbarn via geplantem Rheinsteg – Biéler sagte «Chapeau» und zog damit seinen Hut vor den grenzüberschreitenden Bemühungen der Schwesterstädte am Hochrhein. Klaus Eberhardt, Oberbürgermeister von Rheinfelden (D), der mit seinem langjährigen Amtsvorgänger Eberhard Niethammer in der ersten Reihe sass, dürfte es mit Zufriedenheit gehört haben. «Der diesjährige Wakker-Preis soll für Ihre Stadt eine Motivation sein, den eingeschlagenen Weg weiter zu verfolgen», sagte Biéler.

Stolz - Stadtammann Franco Mazzi bei seiner Dankesrede
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Rund 400 geladene Gäste feierten den Erfolg für die Zähringerstadt in der Kurbrunnenanlage mit
Philippe Biéler, Präsident des Schweizer Heimatschutzes, hielt die Laudatio
Stadtammann Franco Mazzi (rechts) nahm die Auszeichnung aus den Händen Philippe Biélers entgegen
Das Rheinfelder Barockorchester Capriccio begleitete den Wakkerpreis-Festakt
Auch Regierungsrat Roland Brogli sprach zu den Festgästen in der Kurbrunnenanlage

Stolz - Stadtammann Franco Mazzi bei seiner Dankesrede

Hans Christof Wagner

Der Rheinfelder Stadtammann Franco Mazzi nahm den Wakker-Preis 2016 für Rheinfelden entgegen, betonte in seiner Danksagung aber die kollektive Anstrengung der momentan Verantwortlichen wie das Engagement früherer Generationen, für das man heute die Früchte ernten könne. Autofreie Fussgängerzone in der Marktgasse schon 1980, Sanierung von Altstadthäusern, Erlass von schützenden Spezialbauvorschriften in den 1990er Jahren, Verabschiedung des Zonenplans 2003, Verlagerung des Zolls aus der historischen Mitte – Mazzi ging in seiner Rede weit zurück und griff die Worte Biélers auf, die Auszeichnung auch als Verpflichtung für die Zukunft zu betrachten: «Da gibt es ein ganzes Bahnhofsareal neu zu planen, da ist ein neuer Steg über den Rhein zu bauen, da sind Firmenareale zu transformieren», führte Mazzi aus.

Zum vierten Mal in den Aargau

Die rund 20 Bauten und Örtlichkeiten der Stadt, welche die Wakker-Kommission besonders beeindruckten, sucht jetzt auch eine thematische Stadtführung auf, die die Teilnehmer auf Segways (Elektroroller) zurücklegen. Eine App-basierte Selbstführung durch einen neu erarbeiteten Wakker-Stadtplan kündigte Mazzi ebenso an.

Auch der Regierungsrat und ehemalige Rheinfelder Stadtschreiber Roland Brogli freute sich in seinem Grusswort über die Auszeichnung und lenkte den Blick auf den mit dem Preis verbundenen positiven Effekt für das Stadtmarketing: «Schliesslich ist am Wakker-Preis die öffentliche Anerkennung für die planerische Sorgfalt und Weitsicht weitaus wichtiger als das Preisgeld», sagte der Vorsteher des Finanz-Departements. Und der Regierungsrat liess nicht unerwähnt, dass es nach Laufenburg, Turgi und Aarau jetzt mit Rheinfelden die vierte Aargauer Gemeinde ist, die den Wakker-Preis erhielt.