Stein
Förderverein steht der neuen Regional-Spitex zur Seite

Nach dem Start der Spitex Fricktal AG ist ein Förderverein gegründet worden. Er will die neue Organisation vor allem bei der Aus- und Weiterbildung der Angestellten unterstützen.

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Claudia Kirsch, Geschäftsführerin der Spitex Fricktal AG, und Werner Schneider, Präsident des Spitex-Fördervereins Fricktal.

Claudia Kirsch, Geschäftsführerin der Spitex Fricktal AG, und Werner Schneider, Präsident des Spitex-Fördervereins Fricktal.

stg

Sie ist die grösste Spitex-Organisation im Kanton Aargau: die Spitex Fricktal AG. Am 1. Januar hat die neue Regional-Spitex ihre Geschäftstätigkeit aufgenommen. Dabei übernahm sie den Betrieb von den sechs bestehenden Spitex-Organisationen. Seither versorgt eine einzige Organisation für spitalexterne Krankenpflege mit rund 120 Angestellten ein Gebiet mit rund 46 000 Einwohnern. Zurzeit betreut sie rund 500 Kunden. Die nicht gewinnorientierte Organisation erbringt im Auftrag von 21 Gemeinden ihre Dienstleistungen. «Die Betriebsübernahme verlief reibungslos», sagte Claudia Kirsch, Geschäftsführerin der Spitex Fricktal AG, an einer Medienorientierung in Stein. Die Kundinnen und Kunden hätten davon nicht gespürt. «Darüber bin ich sehr froh.»

Nach der Gründung der Spitex Fricktal AG wurden die sechs bestehenden Trägervereine der Spitex Rheinfelden, Möhlin, Mittleres Fricktal, Wegenstettertal/Schupfart, Oberes Fricktal und Staffeleggtal in einem Förderverein zusammengeführt. Im Mai hätten alle Vereine an den Generalversammlungen der Fusion mit dem Förderverein mit der notwendigen Dreiviertelmehrheit zugestimmt, erklärte Werner Schneider, Präsident des Fördervereins. Der Verein bezweckt laut den Statuten «die Förderung und Weiterentwicklung der spitalexternen Hilfe und Pflege im ambulanten, teilstationären und kurzzeitig stationären Bereich im Fricktal und angrenzenden Gebieten». Der Förderverein möchte die Spitex Fricktal AG vor allem bei der Aus- und Weiterbildung der Angestellten und der Ausbildung der Lernenden unterstützen, wie Schneider erklärte. Daneben arbeite man einem Projekt zur Entlastung von Angehörigen, die Demenzkranke pflegen.

Dem Förderverein stehen stattliche Mittel zur Verfügung. 150 000 Franken sind zusammengekommen, weil über 3000 Mitglieder der alten Trägervereine dem Förderverein beitraten und den Jahresbeitrag bezahlten. Der Förderverein konnte zudem ein Vermögen von über einer Million Franken übernehmen – aus Legaten, die den Spitex-Vereinen zugeflossen sind. «Wir sind uns der Verantwortung bewusst und haben uns deshalb enge Fesseln angelegt», so Schneider. Ausserhalb des Budgets, für das die Vereinsversammlung zuständig ist, verfügt der Vorstand nur über eine Ausgabenkompetenz von 20 000 Franken für einmalige und 10 000 Franken für jährlich wiederkehrende Ausgaben, im Maximum 30 000 Franken pro Jahr.

Neues Online-Anmeldesystem

Der Förderverein leiste eine willkommene Unterstützung, erklärte Claudia Kirsch. Sie betonte, die Spitex Fricktal AG sei bestrebt, ihren Kunden optimale Dienstleistungen zu bieten. Seit der Betriebsaufnahme im Januar können Anrufe von Montag bis Freitag von 8 bis 12 und von 13 bis 17 Uhr entgegengenommen werden. Eine weitere Verbesserung bringt laut Kirsch das Online-Anmeldesystem. (stg)