Die Vision besteht schon länger: Auf dem Swissgrid-Areal in Laufenburg soll ein Energiepark entstehen. Unternehmen, die in der Forschung um erneuerbare Energien tätig sind, sollen sich dort ansiedeln und so neue Arbeitsplätze schaffen, wenn die Swissgrid Laufenburg dereinst verlässt. Im ersten Halbjahr 2016 wurden nun mit potenziell interessierten Akteuren aus Energiewirtschaft und Forschung Abklärungen durchgeführt, um die technische und finanzielle Machbarkeit dieser Vision festzustellen, erklärt Marietta Frey, Teamleiterin Standortentwicklung bei Aargau Services. Frey ist Mitglied der Begleitgruppe, der auch die Gemeinden Laufenburg und Kaisten, die Swissgrid und die Axpo angehören.

Im Zentrum stehen dabei zwei Geschäftsmodelle: Einerseits der Aufbau und Betrieb eines Batteriespeichersystems, das einen Beitrag zur Stromversorgung nach einem Blackout und zur Netzstabilisierung bei der Einspeisung erneuerbarer Energien leisten könnte. Andererseits ist die Nutzung der Infrastruktur als integrales Testlabor mit Fokus auf erneuerbare Energien ein Thema. «Diese beiden Geschäftsmodelle sind auf ein grundsätzliches wirtschaftliches Interesse gestossen», erklärt Marietta Frey. Detailstudien und eine tieferreichende Abklärung der Wettbewerbsfähigkeit sollen nun die effektive Machbarkeit belegen. «Im Sommer 2017 werden konkrete Ergebnisse aus den Detailabklärungen erwartet», so Frey.

Ende des nächsten Jahres beginnt der Umzug von Swissgrid nach Aarau. Wie Mediensprecher Patrick Mauron auf Anfrage sagt, kommen die Bauarbeiten gut voran. «Der Rohbau steht bis Ende 2016.» Bis die betreffenden Organisationseinheiten aus Laufenburg und Frick nach Aarau umgezogen sind, dauert es voraussichtlich bis Mitte 2018. Mit dem Umzug werden die Arbeitsplätze von gegen 450 Mitarbeitenden von Frick und Laufenburg nach Aarau verlegt.