Laufenburg (D)

Fördermittel für Uferweg beantragt – die EU soll dem Projekt unter die Arme greifen

Der Rheinuferweg soll auf beiden Seiten aufgewertet werden. Archiv/Gerry Thönen

Der Rheinuferweg soll auf beiden Seiten aufgewertet werden. Archiv/Gerry Thönen

Mit Kosten in Höhe von 2,9 Millionen Euro soll der Uferweg auf beiden Seiten des Rheins aufgewertet werden. Die EU soll bei dem Projekt unter die Arme greifen.

Einstimmig hat der Laufenburger Gemeinderat beschlossen, bei der EU einen Antrag auf Förderung für die «Laufenburger Acht» zu stellen. Dieser Begriff bezeichnet einen 6,6 Kilometer langen durchgehenden Uferweg auf beiden Seiten des Rheins zwischen Kraftwerk und neuer Rheinbrücke. Die Kosten für das Projekt werden auf 2,9 Millionen Euro geschätzt, wovon 2,5 Millionen auf die deutsche und 0,4 Millionen auf die Schweizer Seite entfallen würden. Für badisch Laufenburg ist ein Fördersatz in Höhe von 60 Prozent in Aussicht gestellt. Das Geld soll aus dem Förderprogramm Interreg V kommen.

Bürgermeister Ulrich Krieger erwartet von der «Laufenburger 8» einen wichtigen Impuls: «Ich selbst sehe für beide Städte eine Entwicklungschance.» Nicht nur der Tourismus werde profitieren, auch für die Einheimischen sieht Krieger in dem Uferweg einen Gewinn, etwa durch eine bessere fussläufige Anbindung der Altstadt an den Laufenpark über einen Personenaufzug an der Volksbankfiliale. Robert Terbeck (SPD) bezeichnete die «Laufenburger 8» sogar als «Jahrhundertprojekt».

Die Stadt hat ihre vor einem Jahr entwickelte Projektskizze ergänzt. Auf deutscher Seite ist jetzt auch die barrierefreie Umgestaltung der steilen Treppe bei der Gaststätte Hähnle vorgesehen. Ob ein Aufzug oder unter der Laufenbrücke ein Steg errichtet werden kann, ist laut Krieger noch offen. Am Schweizer Ufer neu aufgenommen wurde ein Wohnmobilstellplatz beim Freibad und ein WC an der Badmatte.

Naturnaher Gehweg

Kernstück des Projekts ist die Schaffung eines Fusswegs zwischen Codman-Anlage und Kraftwerk. Dieser Weg werde möglichst naturnah gestaltet werden, sagte Krieger. Zwischen Codman-Anlage und Fischerhütte werde ein Steg errichtet werden müssen. An die Energiedienst Holding sei der Wunsch herangetragen worden, bei einer Realisierung der «Acht» den für Fussgänger von 1. November bis 30. April gesperrten Wehrübergang länger offen zu halten.

Bürgermeister Krieger rechnet damit, dass das Interreg-Sekretariat bis Frühjahr oder Sommer entschieden haben werde, ob es die «Laufenburger 8» finanziell fördert. Die Gewährung des Zuschusses sei die finanzielle Voraussetzung für die Umsetzung des Projekts. (von)

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