Laufenburg
Fluss wurde gezähmt - Rhein in Laufenburg floss einst 10 Meter weiter unten

Bis zum Kraftwerkbau gehörten die Stromschnellen zu den Naturattraktionen der Stadt. Im Zuge der Bauarbeiten 1906 – 1914 wurden die «Louffen» gesprengt. Durch das gestaute Wasser stieg der Rheinpegel an.

Susanne Hörth
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Fluss wurde gezähmt - Rhein in Laufenburg floss einst 10 Meter weiter unten
6 Bilder
Laufenburg und die alte Rheinbrücke.
Im Vordergrund die Rote Fluh, die beim Kraftwerkbau gesprengt wurde.
Im Hintegrund die sogenannte Totenwaage.
Die fragliche Häuserzeile am Rhein bei Laufenburg um 1900, rechts die Liegenschaft mit dem jetzt abgerutschten Balkon.
Der Rhein verengt sich bei der Enge.

Fluss wurde gezähmt - Rhein in Laufenburg floss einst 10 Meter weiter unten

Museum Schiff Laufenburg

Einst gehörte die Salmfängerei zur Haupteinnahmequelle der Laufenburger. Auf ihrem Weg zum Meer mussten die Salme (so heissen die Lachse beim Aufstieg) auch die Stromschnellen, genannt Laufen oder «Louffen» passieren.

Mit dem Kraftwerkbau von 1906 bis 1914 verschwand der Beruf des Salmfischers.

Für den Bau des ersten quer zum Fluss gebauten Laufwasserkraftwerkes mussten 300 000 Kubikmeter Fels beidseits des Rheins auf einer Länge von rund einem Kilometer gesprengt werden – galt es doch den wilden Fluss zu zähmen. Das flussquerende Wehr staute das Wasser rund 10 Meter hoch.

Stromschnellen sind Geschichte

Auf den historischen Fotos sind die Stromschnellen unterhalb der mittelalterlichen Häuserzeile noch gut erkennbar. Nach der Sprengung der «Louffen» verschwanden diese
für Laufenburg charakteristischen, wilden Stromschnellen.

Durch das gestaute Wasser stieg der Rheinpegel an. Das natürliche Felsenfundament der Altstadthäuser steht seither rund zehn Meter mehr unter Wasser, als dies vor der Sprengung der Fall war.

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