Schupfart
Flugschule zeigt Verständnis für genervte Anwohner

Der Geschäftsführer der Flugschule Fricktal, Patrick Rehmann, nimmt Stellung zum Fluglärm, den es auch auf einem kleinen Flugplatz wie Schupfart gibt. Die lärmigen Schleppflugzeuge für Segelflieger sollen bald leiser werden.

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Michael Häseli (links) und Patrick Rehmann beim Treffen auf dem Flugplatz Schupfart.

Michael Häseli (links) und Patrick Rehmann beim Treffen auf dem Flugplatz Schupfart.

Zur Verfügung gestellt

Der gekröpfte Nordanflug ist wieder in aller Munde. Dass aber auch die kleinen Flugplätze wie Birrfeld und Schupfart Fluglärm verursachen, dafür regt sich kaum Widerstand. Dass man dieser Situation als Bürger nicht machtlos gegenüberstehen muss, hat ein Leserbrief von Michael Häseli, Gipf-Oberfrick, Anfang Juli 2012 gezeigt.

Es kam noch im gleichen Monat zu einem Treffen mit Patrick Rehmann, Cheffluglehrer und Geschäftsführer der Flugschule Fricktal in Schupfart. Michael Häseli erklärte, dass vor allem die lauten Schlepperflugzeuge, die in einer grossen Häufigkeit in der Anfangsphase über Oberfrick/Frick fliegen, ein Ärgernis seien. Der Flugplatz Schupfart habe Verständnis für diese Lärmbelastung und möchte sich kooperativ zeigen.

Konkret heisst das: Die Motoren der Schleppflugzeuge sollen in Zukunft mit neuen, lärmreduzierenden Drei- oder Vierblatt-Propellern und Nachschalldämpfern umgerüstet werden, damit sie insgesamt leiser werden. Leider sind damit hohe Kosten verbunden. Man ist aber zuversichtlich, dass man die notwendigen Gelder aufbringen kann. Mit der Schleppwinde können leider nur wenige Segelflüge abgedeckt werden, da die zur Verfügung stehende Piste zu kurz ist, um auf eine entsprechend notwendige Flughöhe zu kommen. Eine Verlängerung der Piste ist zur gegebenen Zeit nicht möglich.

Die Schleppwinde wird in Schupfart vorwiegend für Schulflüge (Landetraining) benötigt. Eine Massnahme, die aber sofort realisierbar wäre und nichts kostet, ist die gerechtere Lärmverteilung durch verschiedene Flugrouten. Es sei eine Unachtsamkeit, wenn Piloten immer ständig die gleichen Flugrouten wählten. Besonders dicht besiedelte Gebiete sollen umflogen oder in grosser Höhe überflogen werden.

Es gilt also, den Lärm zu verteilen. Erfreulich ist, dass man mit den Verantwortlichen vom Flugplatz Schupfart über dieses Thema konstruktiv reden konnte. Es wird auch gebeten – sollte einmal die Lärmbelastung zu hoch sein –, dass man sich telefonisch beim Flugplatz Schupfart meldet oder ein E-Mail schreibt. Damit kann man eventuell weitere Schritte unternehmen. Dazu müssen, wenn möglich, Flugzeugkennzeichen, Zeit und Ort bekannt gegeben werden. Nur so können die Piloten entsprechend informiert werden. (MHG)