Schon von Kindesbeinen an machte der 1973 geborene Guzmán in seiner Familie Musik und schloss in seinem Heimatland sein Studium der Gitarre mit Auszeichnung ab. Mit einem Stipendium vertiefte er seine Kenntnisse an der Hochschule für Musik Franz Liszt im deutschen Weimar. Claudia Strauber von der Kulturkommission erzählte, dass Guzmán vor wenigen Jahren schon einmal ein Konzert im Kornhauskeller gegeben und ihn die Veranstaltungsorganisatoren um Hedi Stalder gerne wieder ins Programm aufgenommen hatten.

Viel südamerikanischer Folk

Melancholische Anschläge wechselten sich mit fröhlichen Klänge ab, dann sprangen Guzmáns Hände wieder wie wild über die Gitarre, die er mitunter auch zum Trommeln benutzte. Für die flinken Finger des Gitarristen waren plötzliche Tempowechsel keine Schwierigkeit und er versank nahezu in seinem Spiel. Auswendig ohne Notenblätter spielend, war Guzmán eins mit seinem Instrument.

Neben eigenen Stücken spielte er auch Werke des Argentiniers Atahualpa Yupanqui, des Kolumbianers Julián Escobar Gómez und des Chilenen Antonio Restucci. Aber nicht nur der südamerikanische Folk liegt Guzmán im Blut, so spielte er auch Werke des Amerikaners Charlie Byrd, des Franzosen Roland Dyens und selbst überarbeitete Jazz-Standards.

Aufgrund einer Erkältung moderierte er seine Stücke nur kurz an, was die Zuschauer aber gerne entschuldigten, waren sie ohnehin wegen seines filigranen Spiels auf den Gitarrensaiten gekommen. Nach jedem Stück brandete Applaus auf und ab und an hörte man auch Bravo-Rufe. Mit eigenen Stücke beendete Guzmán das Konzert. Die Zuhörerschaft war begeistert. «Das gefällt mir sehr», meinte ein Besucher aus Gränichen. «Ich bin beeindruckt von der Geschwindigkeit.»