Mit dem grossen Umzug am Sonntagnachmittag endete das närrische Wochenende in Laufenburg. 43 kunterbunte, schräge, gruselige und lärmige Gruppen von beiden Seiten des Rheins brachten die Altstadt zum Strahlen und Beben. Wobei der eisige Wind, der durch die Gassen und über die Brücke pfiff, nicht gerade unter die Rubrik «Gemütlich» fiel.

Kalte Füsse und Hände, rote Nasen und Ohren waren noch das Wenigste, was einem widerfahren konnte. Aber zum Glück gab es die Guggenmusiken, wie die Laufenburger Barocker oder die Schlossbärghüüler. Die Zuschauer sollen mit deren Rhythmen gehen, lautete der Tipp der beiden Moderatorinnen Monika Spring und Anita Schraner: «Klatschen Sie, gumpen Sie, es git warmi Füess». Tatsächlich: Das Klatschen und Hüpfen half, wenn auch nur kurz. Doch schon bald war die nächste Guggenmusik, die «Duumesugger» aus Mellingen an der Reihe, die sich mit dem Motto «Einmal blau, immer blau» Gehör verschaffte.

Es gab jedoch auch Gruppen, die auf leisen Sohlen durch Laufenburg gingen, wie die Schnarchzapfe aus Wallbach oder die Wöschwiiber aus Thalwil. Dann wieder welche, die es krachen liessen, die mit lautem Geschrei auf das Publikum zustürmten und für Schrecksekunden verantwortlich waren.

Grosse Vielfalt

Was den Laufenburger Umzug am Sonntag auszeichnete: die grosse Vielfalt an Gruppen und die Originalität von Masken und Kostümen. Es waren richtige Hingucker darunter, wie die Urmibärg-Häxä aus Brunnen, die eine Puppe mit einem Netz durch die Luft warfen. Oder die Aubrighäxen aus Vorderthal im Kanton Schwyz, die Grienli-Geischter aus Kadelburg, die Waldgeister aus Rhina – allesamt toll anzuschauen, obwohl sie etwas furchteinflössend wirkten.

Die Paradiesvögel aus Grunholz ihrerseits verstanden sich mit der Jugend gut. Diese bat um Süsses und bekam jede Menge davon. Stark vertreten waren selbstverständlich auch die lokalen Gruppen, allen voran die Narro-AltFischerzunft, die den Umzug zusammen mit den Salmfängern organisiert hatte. Eine gelungene Veranstaltung, kalte Füsse hin oder her.