Laufenburg
Fixpensum für Gemeindeammann und Vize wäre sinnvoll

So spannend die Aufgaben des Stadtrates sind, so zeitintensiv sind sie auch. Ein Fixpensum für den Ammann könnte Sinn machen, um die viele Arbeit bewältigen zu können.

Susanne Hörth
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Meinrad Schraner (links) und Herbert Weiss setzen sich für Laufenburg ein.

Meinrad Schraner (links) und Herbert Weiss setzen sich für Laufenburg ein.

Susanne Hörth

«Es gibt unbestritten viel Arbeit», erklärt der Laufenburger Stadtammann Herbert Weiss auf die Belastung der fünf Ratsmitglieder angesprochen.

Das bestätigt Amtskollege und Vize Meinrad Schraner: «Ich bin immer davon ausgegangen, dass es sicher 20 Prozent beansprucht. In den ersten sieben Monaten habe ich definitiv mehr als 20 Prozent Arbeitszeit zur Verfügung gestellt. Das heisst jetzt einfach (lacht), dass ich jetzt in der zweiten Hälfte des Jahres weniger aufwenden sollte.»

Im Bezirkshauptort Laufenburg haben mit Beginn der neuen Amtsperiode im Januar vier von fünf Ratsmitgliedern neu begonnen. Einziger Bisheriger ist Herbert Weiss. Seit nunmehr fast 18 Jahren ist er in der Gemeindebehörde aktiv.

Den «Neu- oder Unerfahrenen»-Status gibt es für Ratsangehörige nicht wirklich. Aktuelle, anstehende wie auch unvorhergesehene Sachgeschäfte wollen termingerecht behandelt werden. Trotz oder vielleicht gerade wegen der vielen Aufgaben seien alle fünf Stadtratsmitglieder mit vollem Einsatz dabei, so Weiss und Schraner unisono.

«Ermüdungserscheinungen sind bei keinem Ratsmitglied vorhanden, beziehungsweise feststellbar.» Herbert Weiss ist sich bewusst, dass sich seine neuen Kollegen insbesondere in den ersten Monaten ein umfassendes Fachwissen in ihren jeweiligen Ressorts aneignen mussten. Voller Anerkennung betont er deshalb auch, wie offen und konstruktiv die Sitzungen ablaufen.

«Man kann alles auf den Tisch legen. Es wird diskutiert, es kommt nur wenig zu Bremssituationen», zeigt er auf, wie zielorientiert das Stadtratskollegium zusammen funktioniert.

Pensum für Stadtammann?

Der Ammann wie auch sein Vize verneinen die Frage, ob ein Fixpensum für das Stadtoberhaupt bisher ein Thema im Gremium gewesen sei. Dennoch sind beide überzeugt, dass eine feste Anstellung - Schraner nennt mit 60 Prozent eine für Laufenburg geeignete Zahl - durchaus Sinn machen würde.

Verstärkte Professionalität, mehr Präsenz im Rathaus und damit verstärktes Einbinden in die Tagesaktualitäten sind nur einige der Vorteile. Fixpensum oder nicht, Meinrad Schraner sagt über die Tätigkeit des Stadtrates: «Ich habe selten eine spannendere, interessantere und herausforderndere Arbeit gemacht.»

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