Rheinfelden

Fit und gestärkt ins Alter, denn «es ist Tatsache, dass man älter wird»

Die Veranstalter des Infotages im Gesundheitszentrum Fricktal freuen sich auf viele Teilnehmer. Rap

Die Veranstalter des Infotages im Gesundheitszentrum Fricktal freuen sich auf viele Teilnehmer. Rap

Das Gesundheitsforum organisiert am 15. Oktober einen Informations-Tag. Dieses findet im Mehrzwecksaal des Gesundheitszentrums Fricktal (GZF) in Rheinfelden statt.

Die diesjährige Herbstaktion des Gesundheitsforums Rheinfelden richtet sich an alle Menschen ab dem 55. Lebensjahr. Fit und gestärkt sein – aber auch bleiben – lautet das Motto. «Es ist Tatsache, dass man älter wird», sagt der Präsident des Gesundheitsforums Ueli Urwyler. Er betont damit, dass Gesundheit im Alter ein Thema ist, das uns alle betrifft und für das man schon frühzeitig etwas tun kann.

Die Kräfte bündeln

Schon 21 Mal war das Gesundheitsforum mit spezifischen und aktuellen Themen für die Menschen aus der Umgebung da. In den letzten Jahren haben Forum-Mitglieder jeweils am Markt in Rheinfelden beraten und Fragen beantwortet. Dieses Jahr findet die Informationsveranstaltung zum ersten Mal in Zusammenarbeit mit spezialisierten Partnern statt – am 15. Oktober ab 10 Uhr im Mehrzwecksaal des Gesundheitszentrums Fricktal (GZF) in Rheinfelden. «Das GZF hat ideale Räumlichkeiten für die Veranstaltung, es ist mit dem öffentlichen Verkehr aber auch zu Fuss gut erreichbar, wir sind dankbar für die Zusammenarbeit», so Urwyler.

Am Infotag werden die Kräfte und Fähigkeiten von 18 im Gesundheitsbereich tätigen Organisationen und Institutionen gebündelt. «Wir kombinieren Themenkreise, sprechen pflegende Angehörige mit Mehrfachbelastung aber auch Menschen mit altersbedingten Beschwerden an. Wir haben die ganze Bandbreite zu bieten.» Ueli Urwyler ist sich sicher, mit der Veranstaltung zu Gesundheit und Fitness im Alter ein hochaktuelles Thema anzusprechen, das heutzutage viele Menschen bewegt und interessiert.

Was heisst fit sein?

«Fitness ist nicht definierbar. Wie fit jemand ist, kann nur subjektiv beantwortet werden», sagt Bernard Flückiger, leitender Arzt am GZF. Ob Menschen im Alter fit seien oder nicht, habe mit Gebrechlichkeit zu tun. Geistige Gebrechlichkeit in Form von Demenz ist ebenso einschränkend wie körperliche Gebrechlichkeit; Veränderungen beim Älterwerden sind nicht aufhaltbar, aber Gebrechlichkeit lässt sich, so gut es geht verhindern.

«Die Fähigkeiten, die noch im Innern von älteren Menschen schlummern, lassen sich wieder anreissen und verbessern.» Flückiger spricht von Teamarbeit: Viele kompetente Personen aus verschiedensten medizinischen Bereichen seien nötig, um das Bestmögliche zu erreichen. Studien zeigten: Geist und Körper zusammen zu fördern, sich gesund zu ernähren sind Grundsteine für Fitness im Alter. Damit könne man nicht früh genug beginnen.

Dies zu berücksichtigen ist Felix Mangolds Aufgabe: Sein Themenbereich ist die Akut-Geriatrie. Das Stiftungsratsmitglied des Gesundheitsforums beschäftigt sich mit Aktivierung, Physio- und Ergotherapie, aber auch mit Ernährung. Allessamt relevante Themen, wenn es um Gesundheit und vorsorgende Massnahmen geht. «Uns liegt es am Herzen, die Menschen während, aber auch nach dem Spitalaufenthalt von allen möglichen Seiten gut zu unterstützen.» Deshalb sei der Infotag auch eine Chance für die einzelnen Organisationen und Institutionen: Es werden Kontakte geknüpft, man kann künftig zusammenarbeiten.

Lustvoll Altern

Ob Lungenliga Aargau, Verein Anker für psychisch Kranke oder Alzheimervereinigung Aargau, alle wollen sich am Informationstag mit Interessierten austauschen, sich vernetzen, nachhaltig wirken und klar stellen: Das Alter ist nicht nur mühsam, es kann genau so lustvoll sein.

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