Rheinfelden

«Fischen, Feiern, Festen» lautet das Motto der Neujahrsblätter

Die Verantwortlichen mit den Neujahrsblättern 2020.

Die Verantwortlichen mit den Neujahrsblättern 2020.

«Die Mitarbeit und das Engagement vieler ­Autoren für die 76. Auflage der ‹Rheinfelder Neujahrsblätter› war so gross, dass einige Beiträge für die Ausgabe 2021 aufgehoben werden mussten», sagte die Präsidentin der Kommission der Neujahrsblätter Ute W.Gottschall bei der Begrüssung.

Entstanden ist wieder ein absolut gelungener Blick auf eine liebenswerte Stadt, die geprägt wird von weltoffenen Menschen, von einer vielseitig bunten Kultur, interessanten Geschichten, einem friedvollen Miteinander, einer beeindruckenden Vielfalt.

Die Mitglieder der Kommission stellten auf der Vernissage die einzelnen Berichte sowie deren Autoren kurz vor. Warmherzig das Vorwort von Robi Conrad, in dem er beschreibt, wie er über die Liebe zu seiner Frau vor 20 Jahren in der Zähringerstadt eine zweite Heimat fand, wie er als Stadtführer «Brücken schlagen» möchte.

1898 lieferte es den ersten Strom

Das Hauptthema des Buches in diesem Jahr ist «Fischen, Feiern, Festen». Einen wichtigen Platz gleich am Anfang nimmt der spannende Bericht über die Kraftübertragungswerke Rheinfelden ein. Es war das Grösste europaweit, das erste Grenzkraftwerk, ein Pionierobjekt, dessen Potenzial Georg von Struve schon 1871 erkannte und so den Bau vorantrieb.

1898 lieferte es den ersten Strom. Trotz intensivster Bemühungen konnte der Abriss 2011 nicht verhindert werden, obwohl eine reelle Chance bestand, dass es als industrielles Unesco-Weltkulturerbe anerkannt wird.

Über Jahrhunderte hinweg gehörte und gehört das Fischen zu Rheinfelden, war früher eine wichtige Lebensgrundlage. Kurzweilig zu lesen die vielen Veränderungen in diesem ­Gewerbe.

Industriegeschichte und Erinnerungen an Kater Nino

Erfrischend der Rückblick zur Entstehungsgeschichte des grossartigen Musicals «Seussical», das zu Jahres­beginn aufgeführt wurde, ebenso wie der Bericht zur Ausstellung im Fricktaler Museum über Menschen und Orte damals und heute.

Was gibt es Schöneres als leuchtende Kinderaugen? So entstand 1999 die Idee, ein Leuchten auch in das Schulhaus Hugenfeld zu bringen und aus den 24 Fenstern zur Strassenseite hin einen strahlenden Adventskalender entstehen zu lassen. Der Aufwand war gross, die Freude ebenso. Jetzt ist der Kalender Teil der Aktion Adventsfenster im Städtli.

Ein Gespräch mit dem in Rheinfelden wohnhaften Soziologen Ueli Mäder gibt Einblicke über seine Ansichten zu sozialer Ungleichheit in der Schweiz, über die Verteilung des Vermögens und manches mehr. Weiter wird dem bekannten Rheinfelder Kater Nino ein Denkmal gesetzt.

Musikalisch umrahmten Kinder und Jugendliche der Musikschule Unteres Fricktal und der Kreisschule Unteres Fricktal die Vernissage. Alle hatten mitgewirkt bei der Aufführung des Musicals «Seussical».

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