Kaiseraugst
Feuerwehrmagazin eingeweiht

Gemeindepräsident Max Heller lobte das ehrenamtliche Engagement der Feuerwehr Kaiseraugst-Augst. Sie ist für die Zukunft gerüstet.

Peter Rombach
Merken
Drucken
Teilen
Claudia Brändle übergibt vor dem Magazin in der Liebrüti zwei neue Feuerwehrfahrzeuge an Kommandant Steve Aerni. Ach

Claudia Brändle übergibt vor dem Magazin in der Liebrüti zwei neue Feuerwehrfahrzeuge an Kommandant Steve Aerni. Ach

Ein stark motiviertes Team mit rund 100 Leuten steht bereit, ebenso ein erweitertes und modernisiertes Magazin bei der Liebrüti. Am Samstag durfte Einweihung gefeiert werden. Dabei rollten auch neue rote Autos an: eines voll ausgestattet für den Verkehrsdienst, das andere allradgetrieben als Zugfahrzeug für die Ausziehleiter. Kommandant Steve Aerni freute sich über diesen Tag, bedeutete er doch den Abschluss monatelanger Anstrengungen, um die Feuerwehr besonders technisch auf den neuesten Stand zu bringen.

Vor den geladenen Gästen, darunter Feuerwehrdelegationen aus der Region, erinnerte Gemeindepräsident Max Heller daran, dass der Gemeinderat bereits 2009 die «sicherheitspolitischen Kriterien» vorgegeben und sich für einen Ausbau des Feuerwehrmagazins in der Liebrüti entschieden habe. Heute betreue die Feuerwehr rund 6000 Menschen, hinzu komme die bedeutende Industriezone in Kaiseraugst. Dass ein neues Magazin auf der grünen Wiese allein schon aus Kostengründen und wegen des Landverbrauchs nicht infrage gekommen sei, hielt Heller ausdrücklich fest und zog schmunzelnd eine von ihm «handschriftlich dahingeworfene Skizze» hervor, die einen Erweiterungsbau am bestehenden Standort andeutete. «Der Gemeinderat hat die Idee aufgenommen», strahlte Heller. Die Liebrüti-Eigentümer hätten zugestimmt und das Areal unentgeltlich zur Verfügung gestellt, unter dem Sicherheitsaspekt für die Grossüberbauung.

Im Dezember 2009 hatte die Einwohnergemeinde 1,4 Millionen Franken für den Erweiterungsbau und die Sanierung am Feuerwehrmagazin bewilligt. Heller: «Wir können den Betrag nicht ganz einhalten, aber die Mehrkosten sind verkraftbar.» Nun verfügt die Feuerwehr über sechs Fahrzeugbahnen, moderne Theorie- und Garderobenräume, eine mit allen technischen Raffinessen ausgestattete Kommandozentrale als hilfreiche Einsatzunterstützung sowie eine kleine Werkstatt und einen Bereich, wo Atemschutzgeräte gewartet und präpariert werden können.

Die auch für die Feuerwehr verantwortliche Gemeinderätin Françoise Moser freute sich, dass solch ein Projekt in einer «recht kurzen Zeitspanne» realisiert werden konnte. Voller Bescheidenheit merkte sie an, als neue Gemeinderätin habe sie das Dossier lediglich übernehmen müssen, alle zentralen Fragen seien schon geklärt gewesen.

Kommandant Steve Aerni dankte dem Gemeinderat und der Gebäudeversicherung, aber: «Letztlich hat uns die Bevölkerung das Geld gegeben.» Die Übergabe der neuen Einsatzfahrzeuge leitete Claudia Brändle von der gleichnamigen Spezialfirma ein, die Feuerwehrautos ausrüstet. Sie zeigte sich beeindruckt vom Vertrauen und betonte: «Die Einsatzkräfte müssen ihrem Material vertrauen können, es muss im Ernstfall verlässlich sein.»