Fischingertal
Feuerwehrinspektion: Statt Feierabend ein Feuerwehralarm

Inspektoren lösten einen Alarm für die Feuerwehr Oberes Fischingertal aus. Die Übung dauerte nur rund 20 Minuten und fiel positiv aus. «Leistungsnormen und Übung sind erfüllt; gute Arbeit geleistet», lautete die Zusammenfassung.

Paul Roppel
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Inspektion organisiert: Instruktor Markus Waldmann (Mitte) gibt Einsatzleiter Thomas Stocker Anweisungen.

Inspektion organisiert: Instruktor Markus Waldmann (Mitte) gibt Einsatzleiter Thomas Stocker Anweisungen.

Die Feuerwehrleute aus Schupfart und Obermumpf sahen sich anstelle des gemütlichen Feierabends mit einem Brandalarm konfrontiert, der sich schliesslich als Feuerwehrinspektion entpuppte.

Der Spuk dauerte nur gerade 20 Minuten, aber er hatte trotzdem einige Hektik, ein gewisses Chaos, Aufregung und geschäftiges Treiben ausgelöst. Aber die kurze Dauer genügte dem unangemeldeten Besuch aus Aarau, sich ein Gesamtbild mit differenzierten Feststellungen zu machen. Der Spuk hatte kaum eine Stunde zuvor in der Nachbargemeinde in einem Restaurant seinen Auftakt gefunden.

«Es ist ein etwas zurückgesetztes, freistehendes und über eine kleine Brücke erreichbares dreistöckiges Einfamilienhaus, Scheune und Stall sind angebaut. Darin befindet sich ein Pferd und Ziegen», informierte Markus Waldmann die unauffällig agierende und verschworene Gruppe bei der Vorbereitung der geheimen Mission.

Er zeigte den sechs normalerweise in der neuen und strammen Uniform auftretenden Feuerwehroffizieren Pläne und Skizzen und gab weitere Details und Absprachen mit dem Besitzer bekannt.

Waldmann, hatte vom Kreisexperten André Baur den Auftrag erhalten, die unangemeldete Inspektion der Alarmübung für die Feuerwehr Oberes Fischingertal zu organisieren. Was zugleich auch eine Premiere für den Stabsoffizier der Stützpunktfeuerwehr Baden war, der seit zehn Jahren kantonaler Feuerwehrinstruktor ist.

Baur gab den sechs Instruktoren Anweisungen, welche Abläufe oder Tätigkeiten beaufsichtigt werden müssen und verteilte Protokollbögen. Nun ging es zum ausgewählten Objekt, wo mittels farbigen Fähnchen das Szenario markiert wurde.

Kurz darauf wählte der Hausbesitzer die Nummer 118 und die kantonale Alarmzentrale in Schafisheim löste für die Feuerwehr Oberes Fischingertal den Alarm aus. «Wir wollen nicht nur die Feuerwehr inspizieren, auch das Funktionieren der Alarmierungskette wird geprüft», erklärte Baur.

Aufgrund der Meldung werden automatisch auch die Mitglieder der Atemschutztrupps der Feuerwehr Unteres Fischingertal aufgeboten, von wo schliesslich 13 der 22 Personen eintrafen. Nun überschlugen sich die Ereignisse und zunehmende Hektik kam auf.

Bereits drei Minuten später trafen erste Feuerwehrleute am Schadenplatz ein, eine Minute später das Tanklöschfahrzeug (TLF). Oberleutnant Thomas Stocker übernahm sofort die Einsatzleitung, inspizierte das Objekt und beurteilte die Lage.

Das Drehbuch sah einen Brand im Heizungsraum vor, mit Ausbreitung übers Treppenhaus und Konfrontation mit Rauchgas. Er befahl sofort die Rettung von zwei Bewohnern über die Leitern und den Schnellangriff ab TLF.

Löschwasserleitungen wurden ausgelegt und später das Lüftergebläse installiert. 59 der 70 Eingeteilten waren inzwischen eingetroffen. Schon zwanzig Minuten später befahl Baur Übungsabbruch. Im Detail erhielten die Feuerwehrleute nun über die gemachten Beobachtungen Auskunft.

«Leistungsnormen und Übung sind erfüllt; gute Arbeit geleistet», lautete die Zusammenfassung, der auch der Dank von Gemeindeammann Bernhard Horlacher folgte.

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