Wittnau

Feuer und Flamme für die Fasnacht

Das Sujet der Unterdörfler in diesem Jahr: 125 Jahre Musikgesellschaft Wittnau sowie die traditionelle Jahreszahl.

Das Sujet der Unterdörfler in diesem Jahr: 125 Jahre Musikgesellschaft Wittnau sowie die traditionelle Jahreszahl.

Wie in jedem Jahr wetteiferten am Fasnachtsfeuer die «Oberen» gegen die «Unteren» im Dorf. Das Resultat: Wunderschöne Flammenbilder zu zwei runden Geburtstagen.

Fächteli statt Kerzen, Laub statt Rosenblätter und Hopfenblütentee statt Champagner: So sah der diesjährige Valentinstag in Wittnau aus. Denn Punkt 20 Uhr gab am Sonntagabend der Böllerschuss das Startzeichen für das Fasnachtsfeuer. Die Anzünder entfachten die in Petrol getränkten Baumwollbündel, die an Holzgerüsten angebracht waren und schliesslich zusammen ein Flammenbild ergaben.

Zwei Geburtstage als Sujet

Nach kurzer Zeit konnten dann die Zuschauer auf der gegenüberliegenden Hangseite die Sujets erkennen. Dieses Jahr wiesen die «Unteren» auf das
125-Jahr-Jubiläum der Musikgesellschaft Wittnau hin. Traditionellerweise wurde ebenfalls die Jahreszahl 2016 dargestellt. Die «Oberen» hingegen widmeten ihr Sujet der Feldschützengesellschaft mit dem Schriftzug 150 J. FSG Wittnau – auch sie feiert also einen runden Geburtstag.

«Bürli, Bürli Rai ab!» Mit diesem Schlachtruf zogen gleichzeitig von den beiden Hängen die Umzüge ins Dorf ein. Jung und Alt schwangen dabei ihre Fächteli und sangen lauthals mit. Keiner liess sich von den aufgeweichten und schlammigen Wegen beirren. Mit dem guten Gefühl, gewonnen zu haben, kamen schliesslich die Unteren wie auch die Oberen im Dorf an. Wem der Sieg nun zuzuschreiben ist – darüber kann spekuliert werden.

Obwohl das Spektakel Fasnachtsfeuer heisst, hat es wenig mit der traditionellen Fasnacht gemeinsam. Denn weder Guggen noch Verkleidungen sind der Hauptbestand dieser Tradition, sondern Feuer und Flammenbilder.

Hochzeits-Paare zünden Feuer an

Dabei kommen Zuschauer gleich in den doppelten Genuss des spektakulären Anblicks, da das Unter- und Oberdorf strikt getrennt ihre eigenen Feuer organisieren. Eingespannt werden jeweils auch die Paare, die im letzten Jahr geheiratet haben. Sie sind die Anzünder und übernehmen einen Grossteil der Organisation.

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