Mettauertal
Festliche Einweihung des neuen Pfarreizentrums

Der Neubau des Pfarreizentrums im Ortsteil Mettau wurde notwendig, da den heutigen Ansprüchen an das bisherige Gebäude weder im Raumangebot noch in energetischer Hinsicht Genüge getan werden konnte. Die Einweihung wurde am Samstag gefeiert.

Robert Kroese
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Festliche Einweihung des neuen Pfarreizentrums Mettau
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MGM
Pfarrhaus
Pfarrhaus
Pflanzen der Linde
Pflanzen der Linde
Pfarrsaal
Pflanzen der Linde

Festliche Einweihung des neuen Pfarreizentrums Mettau

Robert Kroese

Architektonisch war der Entwurf eines modernen Pfarrhauses und Gemeindesaales neben der Barockkirche nicht gerade einfach. Die Kirchenpflege hatte darum vorgeschrieben, dass das neue Gebäude mit einer dunklen Fassade ausgestattet werden musste. Das Ergebnis überzeugt restlos. Das neue Pfarreizentrum besteht aus Pfarrhaus, Sekretariat und Saal untergebracht in zwei separaten Gebäuden.

Budget eingehalten

Der Präsident der Baukommission, Franz Oeschger, ging kurz auf ein Paar Fakten des Baus ein: das alte Pfarrhaus war zwar erst 40 Jahre alt, die Bausubstanz war jedoch sehr schlecht. Das Architekturbüro Bäumlin & John, Frick, unterbreitete zwölf Projekte von klein bis gross, bis der Entscheid fiel und die Umsetzung des Baus mit einer Summe von 1,915 Millionen realisiert werde konnte. Oeschger ist stolz, dass das Budget eingehalten werden konnte. «In einer Bauzeit von einem Jahr wurde ein qualitativ hochwertiges Gebäude errichtet», so Oeschger.

Zwei Gebäude

Das Pfarrhaus wurde in traditioneller Bauweise mit weissem Mauerwerk und mit einem Satteldach mit roten Ziegeln realisiert. Es enthält eine Viereinhalbzimmer-Wohnung im Obergeschoss. Im Erdgeschoss sind Empfang und Sekretariat, das Büro der Gemeindeleitung, ein Sitzungsraum und zwei WC-Räume untergebracht.

Der Gemeindesaal seinerseits ist in einem zweiten Gebäude angesiedelt und über ein gedecktes Foyer mit dem Pfarrhaus verbunden. Im Saal finden rund 100 Personen Platz. Für unterschiedliche Zwecke lässt er sich mit einer Trennwand unterteilen. Eine kleine Küche sowie ein Stauraum für Tische und Stühle runden das multifunktonale Angebot ab.

Pflanzen einer Linde

Die Musikgesellschaft Mettau, eine aus 30 Personen bestehende Brassband geleitet von Konrad Gisin spezialisiert sich immer mehr auf Kultmusik und hat da ein hohes Niveau erreicht. Sie begleitete die Veranstaltung mit teils recht anspruchsvollen Werken.

Das Pflanzen der Linde begleitete sie mit dem Choral «Am Brunnen vor dem Tore» als symbolische Anspielung auf das Wachstum, sowie mit einem 60 Jahre alten Marsch «Amsterdam Harbour», der damals zur Eröffnung des erweiterten Amsterdamer Hafens komponiert worden war, wie Dirigent Konrad Gisin erklärte.

Da der Regen einen Auftritt im Freien verunmöglichte, trat die Musikgesellschaft den Beweis an, dass ein Konzert im geschlossenen neuen Raum von der Akustik her problemlos möglich ist. Die neue Linde wurde symbolisch gepflanzt von Kristian Gross vom Architekturbüro Bäumlin & John, Frick, zuständig für Planung und Ausführung des Projektes und Franz Oeschger, Präsident der Baukommission. Der Grund der Neupflanzung war, dass die alte Linde dem Neubau im Wege stand.