Rheinfelden
Festival der Kulturen macht Littering sichtbar

Der Gemeindeverband Abfallbewirtschaftung Unteres Fricktal (GAF) und die IG für eine saubere Umwelt (IGSU) setzen sich am 4. und 5. Juni am Festival der Kulturen gemeinsam für ein sauberes Fest ein.

Helene Bigler Brogli
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Der Abfall soll richtig entsorgt werden

Der Abfall soll richtig entsorgt werden

Limmattaler Zeitung

Die IGSU-Leute sind mit weissen Recyclingmobilen unterwegs und sprechen die Leute vor Ort an, damit die anfallenden Abfälle korrekt entsorgt werden. Fällt trotzdem etwas auf den Boden, werden diese Wertstoffe in die GAF-Sichtbar gefüllt. Bei einem Heimat-Drink kann man erfahren, wie wertvoll Abfälle sind und dass es sich lohnt, zu sammeln statt zu littern.

Vieles landet einfach auf dem Boden

Seit das Festival der Kulturen besteht, fällt an diesem Grossanlass auch Abfall an. Den Organisatoren war eine korrekte Entsorgung des anfallenden Mülls von Anfang an ein wichtiges Anliegen. Hinter den Kulissen werden die Wertstoffe säuberlich aussortiert.

Viele Getränke- und Take-away-Verpackungen, Zigarettenstummel und andere Abfälle landen jedoch am Boden statt in den Abfalleimern. Dieses Phänomen ist als «Littering» bekannt und ein zunehmendes Problem auch am Rheinfelder Festival. Dieses Jahr macht sich der GAF als Sponsor stark für ein sauberes Festival. Er spannt mit den Organisatoren und den IGSU-Leuten, die schweizweit im Einsatz sind, zusammen, um den liegen gebliebenen Abfall oder eben die Wertstoffe sichtbar zu machen.

Ein Team von acht ausgebildeten Personen der IGSU ist auf dem Festgelände am Samstag und Sonntag als Abfallbotschafter und -botschafterinnen im Einsatz. Sie sprechen Festbesuchende mit einem Lächeln an, nicht mit dem Drohfinger.

Ziel ist, dass die anfallenden PET-Flaschen und Alu-Dosen direkt in den fünf im Einsatz stehenden Recyclingmobilen entsorgt werden. Je nach Situation werden auch ausführlichere Gespräche geführt über eine korrekte Entsorgung der Abfälle. Gesammelt wird auch weiterer Müll, der anfällt. Es wird auf die Abfalleimer hingewiesen, die zusätzlich zur Verfügung stehen, sollte das Recyclingmobil mal nicht zur Stelle sein.

Wert des Abfalls erkannt

Der Einsatz von Botschafterinnen und Botschaftern in Städten und an Grossanlässen zeige nachhaltigen Erfolg. Erfahre eine Person zum Beispiel auf sympathische Art, dass die weggeworfene Zigarettenkippe bis zu 1000 Liter Wasser verschmutzen könne, werde diese Botschaft nach dem Festival-Besuch eine nachhaltige Wirkung zeigen, hiess es seitens des Abfallverbands.

Die GAF-Spezialisten haben den Wert der Abfälle längst erkannt. Möglichst viele Wertstoffe sollen statt der Entsorgung dem Recycling zugeführt werden. Auf diese Weise wird Energie gespart, der CO2-Ausstoss reduziert, nichterneuerbare Ressourcen werden geschont und der öffentliche Raum bleibt sauber.

Es gibt Infos über Stoffkreisläufe und die Sammelstellen in der Region. Was gesammelt wird, kann in den Recyclingkanal gegeben werden. Aus PET-Flaschen gibt es nicht nur neue Flaschen, sondern auch hochwertige Textilien. Die Botschaft des GAF lautet: «100 Prozent Recycling ist gleich 0 Prozent Littering.»