Frick
Ferien- und Notplätze für Betagte: 16 zusätzliche Betten im Alterszentrum in Frick

Bauliche Veränderungen und Betagtenbetreuung gehören für den Verein Altersbetreuung im Oberen Fricktal seit Jahren eng zusammen. Ab September stehen im Alterszentrum Bruggbach 16 zusätzliche Betten als Ferien- und Notplätze für Betagte bereit.

Geri Hirt
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Das Alterszentrum Bruggbach wurde umgebaut
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Der neue Innenhof des Alterszentrums
Marlis Schmid, die Leiterin des Alterszentrums Bruggbach in Frick

Das Alterszentrum Bruggbach wurde umgebaut

Walter Christen

«Täglich und stündlich wird in den beiden Alterszentren Bruggbach in Frick und Klostermatte in Laufenburg sehr gute Arbeit geleistet», lobte der Präsident des Vereins für Altersbetreuung im Oberen Fricktal (VAOF), Bernhard Horlacher, einleitend zur 60. Vereisversammlung. Als die auffälligsten Projekte des letzten Jahres bezeichnete er den Bezug der Alterswohnungen an der Mühlegasse in Frick sowie die Aufrichte der Temporärstation mit Ferien- und Notplätzen. In sieben Zimmern werden ab September 14 zusätzliche Betten zur Verfügung stehen.

Zwei weitere Zimmer werden im Rahmen der laufenden Zimmersanierung im Hauptgebäude durch Umbau der Etagenbüros gewonnen. Insgesamt stehen ab September 16 zusätzliche Betten zur Verfügung. «Die entsprechende Nachfrage ist gross», kommentierte Zentrumsleiterin Marlis Schmid.

Laufenburg: Klostermatte erweitern

Bauen und sanieren gehört zur Daueraufgabe des VAOF. So sind bereits die ersten Schritte für die Sanierung und Erweiterung des Alterszentrums Klostermatte in Laufenburg auf der Schiene. Zwei Architekturbüros sind gegenwärtig an der Planung. Die entsprechenden Sanierungsprojekte verbunden mit der Frage nach zusätzlichen Plätzen sollten im Frühherbst vorliegen, sodass der nächsten Mitgliederversammlung vom 17. Oktober 2012 ein Planungskredit unterbreitet werden kann. Bernhard Horlacher konnte erfreut mitteilen, dass die Finanzierung im Grundsatz gesichert sei. In Laufenburg werden zudem Gespräche mit Behörden und Investoren betreffend Schaffung von Alterswohnungen geführt.

Es braucht mehr Pflegebetten

Bernhard Horlacher informierte ebenfalls über Abklärungen im Rahmen des Projektes «Stationäre Langzeitpflege in der Versorgungsregion Fricktal». «Die Babyboomer kommen in das Pflegealter», sagte Horlacher. Bedarfsabklärungen haben gezeigt, dass je nach Studie bis zum Jahr 2035 330 bis 730 zusätzliche Pflegebetten bereit zu stellen sind. Eine enorme Herausforderung für die vier Versorgungsregionen im Fricktal mit fünf Organisationen und sechs Häusern! Allein im VAOF-Gebiet sind voraussichtlich rund 200 neue Betten anzubieten.

Um keine teuren Überkapazitäten zu schaffen ist Koordination und ein stufenweises Vorgehen notwendig. Eines der Ziele sei es, bestehende Zentren auszubauen, um die vorhandene Infrastruktur besser nutzen zu können. «Es ist unser mittelfristiges Ziel, im oberen Fricktal die nötigen Pflegebetten sicher zu stellen», sagte Horlacher.

Guter Rechnungsabschluss

Bei einem Betriebsertrag von rund 15,8 Millionen Franken schloss die Rechnung 2011 mit einem Reingewinn von 284 000 Franken ab. Die Aussichten sehen indessen nicht so rosig aus, wie Geschäftsführer Andre Rotzetter bekannt geben musste. Die Vorgabe des Bundes zur schweizweiten Schaffung einheitlicher Tarifstrukturen wird finanzielle Konsequenzen haben, die zu einer Tarifanpassung führen werden. Im weitern hat der Kanton eine Ausbildungsverpflichtung in der Pipeline, die möglicherweise mit zusätzlichen Kosten verbunden sein wird.

Zentrumsleiterin geht in Pension

Marlis Schmid, seit zehn Jahren Leiterein des Alterszentrums Bruggbach, geht Ende Jahr in vorzeitige Pension. Sie ist als hervorragende Führungspersönlichkeit anerkannt, die mit vollem Engagement der Altersbetreuung im oberen Fricktal den Stempel aufgedrückt hat. «Sie ist eine sehr gute Zentrumsleiterin», sagte Präsident Horlacher, doch werde man erst an der nächsten Versammlung ihre Leistungen würdigen und sie verabschieden. «Wir möchten ja, dass Marlies Schmid bis Ende Jahr ihre Funktion weiter ausübt.»