Laufenburg
Felix, Fanny und die Argovia Philharmonic auf einer Reise durch Europa

Felix und Fanny legten auf ihrer musikalischen Reise von Leipzig quer durch halb Europa in der Laufenburger Stadthalle einen kurzen Zwischenstopp ein. Es wurde ein schwungvolles Familienkonzert geboten, zusammen mit der Argovia Philharmonic.

Ingrid Arndt
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Felix und Fanny mit Kindern aus dem Zuschauerraum nach dem Konzert in Laufenburg. – Foto: ari

Felix und Fanny mit Kindern aus dem Zuschauerraum nach dem Konzert in Laufenburg. – Foto: ari

Nicht nur die Kinder waren rundum begeistert, in die Kutsche einsteigen und mitfahren zu dürfen. Der Schauspieler Jörg Schade, die Sopranistin Melanie Spitau und das Streichquartett der Argovia Philharmonic sind derzeit auf Tournee mit ihrem ersten Familienkonzert «Felix und Fanny auf Reisen».

Überaus kindgerecht wird aus dem Leben des Komponisten Felix Mendelssohn-Bartholdy (1809–1847) erzählt, werden kleine Stücke von ihm gespielt. Und von Anfang an wurde die muntere Zuschauerschar mit einbezogen, waren wichtige Akteure im Gesamtgeschehen.

Felix wuchs mit seinen Geschwistern in einem behüteten, wohlhabenden Elternhaus auf. Bereits mit elf Jahren begann er zu komponieren. Doch mit 20 fiel ihm einfach nichts mehr ein, sodass er auf Reisen ging. Seine Schwester Fanny wollte mit, obwohl sich das für ein Mädchen damals nicht geziemte.

Zuhörer legten Reiseroute fest

Im Familienkonzert war das anders. Die lebensfrohe Fanny durfte ihren Bruder begleiten, gemeinsam mit den Zuhörern legten sie die Reiseroute fest, stellten die einzelnen Instrumente des Streichquartetts vor. Durch die Schweiz ging es singend nach Venedig. Felix wurde ein stolzer Gondoliere, erinnerte sich dabei an sein eigens dafür geschriebenes Lied.

In Paris konnte Fanny der schicken Mode nicht widerstehen. Felix lud derweil zwei Knirpse aus dem Publikum zu einer Kutschfahrt ein. Mit dem Schiff meisterten sie die Überfahrt nach England. Gemeinsam sangen sie. Felix erzählte von der «Sommernachtstraum»-Ouvertüre und der schottischen Landschaft, von den Tieren, die darin vorkommen, zum Beispiel dem Esel, demonstrierte dazu Noten und Melodie. Begeistert machten die Kinder mit.

Zum Schluss durften sich die Mädchen und Knaben auf der Bühne die abenteuerliche Kutsche ganz genau anschauen, deren Innenleben inspizieren, den Kutschbock besteigen und jede Menge Fragen stellen. Es war also ein Nachmittag, der den Kleinen und deren Eltern gleich gut gefallen hat.