Rheinfelden

FDP Rheinfelden begeht Jubiläum mit viel Prominenz

Die FDP-Stadtsektion feierte im historischen Kurbrunnensaal ihr 100-jähriges Bestehen. Der Aargauer Regierungsrat Stephan Attiger und der FDP-Parteipräsident Philipp Müller gratulierten. Müller trat für eine parteiübergreifende Zusammenarbeit ein.

Politische Aktivitäten sorgten in der Zähringerstadt schon immer für Bewegung. Dass die FDP sich hier seit nunmehr 100 Jahren engagiert und im Fluss der vielen Jahrzehnte bedeutende Akzente setzte, verdeutlichte die Jubiläumsfeier im historischen Kurbrunnensaal am Samstagabend. Prominente Redner aus dem Parteienspektrum forderten auch für die Zukunft politisches Engagement ein.

Der Aargauer Regierungsrat Stephan Attiger registrierte in seiner Ansprache, dass drei der FDP angehörende Stadtammänner, nämlich Fritz Brunner, Bruno Beetschen und Richard Molinari, jeweils jahrzehntelang die Stadtentwicklung geprägt hätten. Dass der amtierende Stadtammann Franco Mazzi, ebenfalls FDP, neuerdings auch Grossrat ist, bemerkte Attiger eher am Rande.

Gesundheits- und Genussstadt

Er verwies in seiner Ansprache auf die wirtschaftliche Bedeutung von Rheinfelden für das Fricktal, auf die Erfolgsrezepte von Salz, Sole und Bier für die älteste Zähringerstadt der Schweiz. Aber auch auf deren Anstrengungen, Dienstleistungsbetriebe neu zu positionieren, generell Stadtentwicklung zu forcieren und eine hohe Wohnqualität anzustreben.

Ein boomendes Zentrum löse mit dem «Genuss als Wirtschaftszweig» allerdings auch Schattenseiten aus, hielt der Aargauer Baudirektor Attiger fest. Er nannte in diesem Zusammenhang «übervolle Strassen und Züge», forderte eindringlich, derartige «Engpässe» zu beseitigen und riet den Zentrumsgemeinden zu mehr Zusammenarbeit. Und speziell auf Rheinfelden und die Arbeit der FDP-Stadtsektion gemünzt, war seine Botschaft klar: «Gesundheit und Genuss passen zu dieser Stadt.»

Als Moderator des Abends schnappte sich Michael Köhn, vor allem als Stadionsprecher des FC Basel bekannt, in einem gelungenen Interview den Rheinfelder Stadtammann Franco Mazzi. Die Jubiläumsgäste erfuhren dabei Interessantes über Unternehmerpersönlichkeiten aus längst vergangenen Jahrzehnten, wobei die Gründung der Augartensiedlung ebenso zur Sprache kam wie die jüngsten Entwicklungen in Bauzonen wie Weiherfeld oder Salmenpark. Stadtammann Mazzi verwies in seiner Rede auf Unternehmerpersönlichkeiten, die Perspektiven entwickelt hätten.

Die Jubiläumsfeier der FDP eröffneten bei einem Apéro die Vertreter der Ortsparteien. Peter Koller und Claudia Rohrer von der SP appellierten daran, das Verbindende in der Politik zu suchen und sich vor Ort zu engagieren. Daniel Vulliamy von der SVP meinte, die Wahrnehmung in der Öffentlichkeit mache den Erfolg einer Partei aus. «Der gemeinsame Weg ist das Ziel», verwies er auf die Aktivitäten gegen einen Rheinfelder Einwohnerrat. Roland Agustoni von der GLP erkannte «liberale Gemeinsamkeiten» und wünschte sich bei der FDP «noch mehr grüne Aspekte».

Christoph von Büren, Präsident der FDP Rheinfelden, mahnte eine Kenntnis der Vergangenheit an, «ohne die wir unsere Zukunft nicht gestalten können.» Philipp Müller, Präsident der FDP Schweiz, widmete sich Wirtschaftsthemen und verteidigte die Freizügigkeit im EU-Raum und damit einhergehend die bilateralen Verträge: «Wir müssen über Parteigrenzen zusammenarbeiten.» Sein Credo in Rheinfelden: «Unsere Gesellschaft gut organisieren, mehr zuhören bei politischen Entwicklungen, Differenzen ausloten.»

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