Wallbach
FC Wallbach: Bittere Klatsche im «Spiel des Jahres»

Erstmals seit 34 Jahren wollte sich der FC Wallbach wieder für den Final des Basler Cups qualifizieren. Doch das Team von Philipp Kaufmann zog einen rabenschwarzen Abend ein.

Fabio Baranzini
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Vorfreude: Die Fans des FC Wallbach empfingen ihr Team mit Fahnen und einem Transparent.

Vorfreude: Die Fans des FC Wallbach empfingen ihr Team mit Fahnen und einem Transparent.

Fabio Baranzini
FC Wallbach

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Fabio Baranzini

Nein, so hatten sich die 3.-Liga-Fussballer des FC Wallbach den Mittwochabend garantiert nicht vorgestellt. Als «Spiel des Jahres» bezeichnete Sportchef Dominik Metzger das Duell gegen den Zweitligisten FC Bubendorf im Halbfinal des Basler Cups. Zum zweiten Mal in der Klubhistorie nach 1982 wollten sich die Wallbacher für das Cupendspiel qualifizieren. Auch die Fans waren bereit. Sie begrüssten das Heimteam mit lautstarken Sprechgesängen, rot-weissen Fahnen und einem grossen Transparent auf dem stand «S’Fricktal isch rot wiss!».

Doch es sollte nicht sein. Ausgerechnet in diesem so wichtigen Spiel zogen die Wallbacher einen rabenschwarzen Abend ein. Bereits kurz nach Spielhälfte stand fest: Der FC Bubendorf war in diesem Cup-Halbfinalspiel schlicht zu stark.

Genickbruch nach der Pause

Dabei hatte die Partie aus Wallbacher Sicht ganz gut begonnen. In der Anfangsphase konnten die Gastgeber auf dem vom Regen aufgeweichten Terrain des heimischen Sportplatzes Buhnacker mit dem Favoriten mithalten. Doch je länger die Partie dauerte, desto mehr konnten die Gäste aus Bubendorf das Spieldiktat an sich reissen und gingen in der 30. Minute durch einen sauber vorgetragenen Angriff über drei Stationen mit 1:0 in Führung.

Kurz darauf fiel der zweite Treffer (35.) und nach einem Eckball wenige Sekunden vor der Pause gar noch der dritte (43.). «Das zweite Tor kassierten wir viel zu schnell nach dem ersten und beim dritten Gegentreffer hatten wir zu früh abgeschaltet. Das hätte nicht passieren dürfen», so Wallbach-Trainer Philipp Kaufmann.

Den Mut und den Glauben an den Sieg hatte der Mann an der Seitenlinie zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht verloren. In der Pause versuchte er, seine Spieler noch einmal zu motivieren, forderte saubere Arbeit in der Defensive und weiterhin viel Kampfgeist. Doch kaum ging das Spiel wieder los, musste der Wallbacher Torhüter Manuel Heiz bereits wieder hinter sich greifen. «Das 0:4 war der Genickbruch. Danach war es schwierig, mit dem Kopf noch im Spiel zu bleiben», beschreibt Kaufmann die Situation.

Grosse Enttäuschung

Bubendorf spielte sich dagegen in einen richtigen Rausch und hatte noch lange nicht genug vom Toreschiessen. Sehr zum Leidwesen des FC Wallbach, der in seinem vermeintlichen «Spiel des Jahres» eine veritable Klatsche verpasst bekam und gleich neun Gegentore kassierte. Dass Philippe Bitter noch der Ehrentreffer gelang (69.), war nicht mehr als Resultatkosmetik. «Dass wir so hoch verlieren, ist schon bitter», sagte Sportchef Metzger, während die letzten Minuten der Partie liefen. «Aber man muss fairerweise auch sagen, dass Bubendorf schlicht eine Klasse besser war. Sie haben cleverer und ruhiger gespielt und somit verdient gewonnen.»

Die Enttäuschung über das Aus im Cuphalbfinal war bei den Wallbachern nach dem Schlusspfiff verständlicherweise gross. In dieser Situation half es auch wenig, dass Trainer Philipp Kaufmann zu Recht betonte, dass seine Mannschaft auf die Halbfinalqualifikation im Cup sehr stolz sein dürfe.

Ein kleiner Trost: Bereits am nächsten Samstag bietet sich den Wallbachern die Gelegenheit, um das nach der 1:9-Pleite wohl etwas angeknackste Selbstvertrauen wieder aufzupolieren und sich für die Kanterniederlage zu revanchieren. In der Meisterschaft treffen sie nämlich bereits wieder auf Bubendorf, allerdings auf die zweite Mannschaft. Und in diesem Duell sind die Wallbacher aufgrund der Tabellensituation zu favorisieren.

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