Laufenburg
Fasnachtstradition bringt Leben in die Stadt

Beeindruckend sei das Programm der diesjährigen Laufenburger Fasnacht, sagte Stadtammann Rudolf Lüscher anlässlich der Präsentation. Tatsächlich ist es wiederum gespickt mit Höhepunkten.

Marc fischer
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Die Vorfreude bei den Fasnächtlern und den Stadtoberhäuptern (rechts) der beiden Laufenburg ist gross. mf

Die Vorfreude bei den Fasnächtlern und den Stadtoberhäuptern (rechts) der beiden Laufenburg ist gross. mf

Die beiden Stadtoberhäupter Ulrich Krieger und Rudolf Lüscher betonten in ihren kurzen Voten die Bedeutung der Fasnacht für die Stadt Laufenburg und das Zusammengehörigkeitsgefühl, das nicht zuletzt auch in den närrischen Tagen entsteht. «Die Fasnacht hat eine lange Tradition und sie bringt Leben in die Altstadt», fasste Lüscher zusammen.

Traditionell wird die Fasnacht grenzüberschreitend organisiert. Auch dieses Jahr haben die Fasnachtsvereinigungen von dies- und jenseits des Rheins wieder ein gemeinsames Programm erstellt, das die Herzen der Fasnächtler höher schlagen lässt. Auf deutscher Seite sind die Roli Guggers, die Waldgeister und der Elferrat im Einsatz für die fünfte Jahreszeit, auf Schweizer Seite die Salmfänger, die Stadthäxe, die Tambouren, die Barocker und die Schlossbärghüüler. Hinzu kommt – selbstverständlich – auf beiden Seiten die Narro-Altfischerzunft 1386.

Programm vom 2. bis 22.Februar

Am 2. Februar, dem ersten Faissen findet auf beiden Rheinseiten eine Morgentschättermusik statt, auch abends wird wieder durch die Gassen getschättert. Gleiches gilt für den zweiten Faissen. Richtig voll wird das Programm, dann ab dem dritten Faissen. Nach der offiziellen Eröffnung der Städtlefasnacht auf dem Marktplatz auf der Schweizer Seite, stehen zwei Neuigkeiten auf dem Programm. Die Oldienight im «Rebstock» (DE) findet erstmals als Preismaskenball statt und in der «Hüülerhööli» am Laufenplatz (CH) findet erstmals eine Party unter dem Motto «Märliwält» statt. Zudem zirkulieren in der Schweiz in den Restaurants die Schnitzelbänkler. «Leider weniger als auch schon», bedauerte Anita Schraner von den Salmfängern, «es wäre schön, wenn es Nachwuchs gäbe.»

Open-Air, Häxenacht, Umzug

Der Freitag, 17. Februar steht dann im Zeichen des Guggen-Open-Airs. Auf beiden Rheinseiten werden ab 19 Uhr auf insgesamt fünf Bühnen 35 Formationen auftreten und das Publikum in Stimmung bringen. Am Samstag, 18. Februar findet nachmittags die närrische Olympiade unter dem Motto «Goldrausch» statt. Ab 20 Uhr übernehmen dann Hexen, Geister und Dämonen das Zepter in den beiden Laufenburg. Am grenzüberschreitenden Umzug nehmen in diesem Jahr erstmals 50 Gruppen mit mehr als 1500 Mitgliedern teil. Anschliessend werden sie beim «Häxefüür» für Unterhaltung sorgen.

Noch grösser wird der ebenfalls grenzüberschreitende Umzug am Fasnachtssonntag, 19. Februar. 60 Gruppen werden durch die Gassen ziehen. Ein besonderes Augenmerk sollte das Publikum dabei auf die Schnitzerfreunde Schindellegi richten, die alljährlich mit eigens geschnitzten Masken auftreten. Start des Umzuges ist um 14 Uhr.

Traditionelles Narrolaufen

Der Montag steht dann ganz im Zeichen der Kinderfasnacht. In der Schweiz findet ein Kinderumzug mit anschliessendem Kinderball statt, in Deutschland ein Kinderfest. Ebenfalls freuen dürfen sich die Kinder auf den Dienstag. Am traditionellen Narrolaufen werden ab 14.30 Uhr Orangen, Weggli und Würste, an alle verteilt, die laut die Fasnachtssprüchlein rufen.

Und dann wird die Fasnacht bereits wieder zu Grabe getragen: Schon am Dienstagabend auf badischer Seite, während sie in der Schweiz noch eine Schonfrist bis am Mittwochabend um 20 Uhr geniesst. Dann wird sie auch dort unter lautem Wehklagen der Fasnächtler verbrannt.