Wittnau
Fasnachtsfeuer: Das Schwingfest als brennendes Sujet

Beim traditionellen Fasnachtsfeuer wiesen beide Dorfteile auf das im August stattfindende Schwingfest hin.

Irene Müller
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Nachdem die Sujets angezündet wurden, rannten die Leute mit ihren Fachteln den Berg hinunter ins Dorf und schwangen sie dort, bis die Fachteln ausgingen.
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Die «Unteren» wählten eine Schwingerhose als Sujet.
Wittnau - Das Schwingfest als brennendes Sujet

Nachdem die Sujets angezündet wurden, rannten die Leute mit ihren Fachteln den Berg hinunter ins Dorf und schwangen sie dort, bis die Fachteln ausgingen.

Am Sonntagabend fand das traditionelle Fasnachtsfeuer in Wittnau statt. Trotz Unwetter ging alles reibungslos über die Bühne. Die Wittnauer liessen sich durch die Sturmwarnungen nicht die Laune verderben. Bei Wind und Wetter versammelte sich die Dorfbevölkerung – die «Unteren» auf dem Homberg und die «Oberen» auf dem Limperg – um ihren Feuersujets den letzten Schliff zu verpassen und weitere Vorbereitungen für den grossen Showdown zu treffen.

Dann, um Punkt 20 Uhr, ertönte mit dem Böllerschuss der Startschuss für die Fachtelumzüge und das Entzünden der Flammenschriften. Bald wurde klar, dass sich die beiden Dorfhälften für dasselbe Thema entschieden hatten: Das Nordwestschweizerische Schwingfest, das im August dieses Jahres in Wittnau stattfinden wird. Jung und Alt freut sich bereits auf den Grossanlass, an dem zwei Lokalmatadoren die Ehre des Gastgeberdorfes verteidigen werden – David und Samuel Schmid, die dieses Jahr auch am Eidgenössischen Schwingfest in Zug teilnehmen werden. Den beiden «Schmid Buebe», die dem oberen Dorfteil angehören, wurde am Limperg ein Sujet gewidmet. Das andere Sujet der «Oberen» zeigte ein Schweizerkreuz mit einer Kuhglocke, das ebenfalls auf das Schwingfest hindeuten sollte.

Heiratsantrag auf dem Homberg

Die Sujets der «Unteren» waren wie immer die aktuelle Jahreszahl, ausserdem eine Schwingerhose mit den Buchstaben «NWS» für Nordwestschweizerisches Schwingfest sowie das Datum, an dem das Ereignis stattfinden wird. Das exponierte Gerüst oben auf dem Homberg, das die Schwingerhose darstellte, hielt trotz seinen ungefähr 11 auf 20 Metern den heimtückischen Windböen stand. Vielleicht half dabei auch Liebesglück – der Anlass wurde nämlich durch einen Heiratsantrag versüsst. Sie sagte «Ja».