Wittnau

Fasnachtsbrauch: Ein Spektakel aus Feuer und Flammen

Die «Unteren» verwiesen auf den kantonalen Musiktag, der in Wittnau stattfindet.

Die «Unteren» verwiesen auf den kantonalen Musiktag, der in Wittnau stattfindet.

Am traditionellen Fasnachtfeuer traten die beiden Dorfteile, die «Unteren» und die «Oberen», mit unterschiedlichen Sujets gegeneinander an.

Ein lauter Böllerknall gab um Punkt 20 Uhr den Startschuss für das diesjährige Fasnachtsfeuer. Damit begann das traditionelle Feuerspektakel. Die «Oberen» wie auch die «Unteren» entzündeten ihre Flammenbilder. Bald schon war das gut gehütete Geheimnis um die Sujets gelüftet und die Zuschauer auf den gegenüberliegenden Hängen konnten die Bilder erkennen.

Musiktag und Gotthard

Die «Unteren» verwiesen mit dem Aargauer Wappen und Musiknoten auf den kantonalen Musiktag, der 2017 in Wittnau stattfinden wird. Traditionell entzündeten sie auch die Jahreszahl. Die «Oberen» machten mit ihrem Sujet auf die Eröffnung des neuen Gotthard-Basistunnels aufmerksam.

Gleichzeitig starteten mit dem Schlachtruf «Bürli, Bürli rai ab» die beiden Fackelzüge vom Limperg und Homberg. Jung und Alt schwangen dabei ihre Fächteli und sangen lauthals mit. Dabei wurde an der gegnerischen Seite kein gutes Haar gelassen.

Mit dem guten Gefühl, gewonnen zu haben, kamen schliesslich die «Unteren» wie auch die «Oberen» im Dorf an. Wem der Sieg nun zuzuschreiben ist, darüber kann spekuliert werden.

Ein Grundsatz, der schon seit eh und je von den Wittnauern so eingehalten wird. Denn die die beiden Dorfteile organisieren jeweils separat ihre Feuer und Flammenbilder.

Damit diese entstehen können, gilt es einige Vorbereitungen zu treffen: Die über zehn Meter langen Gerüste für die Flammenbilder müssen gebaut, Baumwollbündel in Petrol getränkt, die sogenannten «Fächteli» gebunden und noch einiges mehr angepackt werden. Eingespannt werden auch die Paare, die im letzten Jahr geheiratet haben. Sie sind die «Anzünder» und übernehmen einen Grossteil der Organisation.

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