«Keine nennenswerten Zwischenfälle», meldet Werner Bertschi, Leiter der Regionalpolizei Oberes Fricktal, angesprochen auf die Fasnachtsveranstaltungen der vergangenen Tage. «Die Bilanz fällt aus Sicht der Polizei durchweg positiv aus.»

Beamte waren präsent

Bewährt habe sich dabei auch das von vornherein mit der Stadt Laufenburg, Vertretern der Kantonspolizei sowie den Fasnachtsorganisatoren in Laufenburg beschlossene Konzept: Gemeinsam mit der Kantonspolizei richtete die Regionalpolizei ein spezielles Augenmerk auf Fasnachtsveranstaltungen im Umfeld der Asylunterkünfte. «Dies vor allem im Zusammenhang mit der Gops in Laufenburg, wo eine grosse Anzahl Asylbewerber untergebracht ist», erklärt Bertschi. Die Polizei sei «mit uniformierten Kräften sichtbar vor Ort» gewesen. «Wir mussten keine Vorfälle registrieren, in die Asylbewerber involviert gewesen wären», sagt Bertschi.

Ähnlich positiv tönt es bei der Regionalpolizei Unteres Fricktal. Zwar betont der Möhliner Postenchef Andreas Hollenstein, dass auch in den Tagen danach noch Vorfälle bekannt werden könnten. Aber: «Aus unserer Sicht verlief die Fasnacht nicht schlecht. Wir können die vergangenen Tage durchaus positiv bewerten.»

Einzelne Pöbeleien

Zu einzelnen Pöbeleien sei die Polizei am Samstag und SoFricknntag gerufen worden. «Beim Eintreffen der Beamten hatten sich diese Situationen aber jeweils bereits wieder beruhigt», so Hollenstein. Die Regionalpolizei war gemäss seinen Angaben mit zusätzlichen Patrouillen in den Fasnachts-Hochburgen Möhlin und Rheinfelden unterwegs. Bei einer Verkehrskontrolle wurden ausserdem zwei angetrunkene Autofahrer erwischt.

Ein positives Fazit zieht das Gesundheitszentrum Fricktal (GZF). Sowohl die beiden Notfallstationen in Rheinfelden und Laufenburg wie auch der Rettungsdienst hatten nicht mehr Einlieferungen und Ambulanzeinsätze zu verzeichnen. «Von unserer Seite aus gesehen kann in keiner Weise von einem ‹grossen› Fasnachtswochenende gesprochen werden», sagt Miriam Crespo, Mediensprecherin des GZF. «Das Wochenende war in dieser Hinsicht sehr ruhig.»

Vorfälle ennet der Grenze

Auf Schweizer Seite blieb es über die Fasnachtstage also ruhig – Guggen und Tschättermusik ausgenommen. Auf deutscher Seite allerdings meldete die Polizei die Festnahme von drei Personen. Die jungen Männer seien am Samstag auf einer Fasnachtsveranstaltung in Laufenburg (D) gewesen. Ihnen wird laut Polizeimeldung vorgeworfen, sie hätten dort Frauen sexuell belästigt.

Die Polizei hat die 18-, 19- und 26-jährigen Männer in Gewahrsam genommen. Alle drei Männer seien zum Zeitpunkt der Tat deutlich alkoholisiert gewesen, heisst es in der Mitteilung der deutschen Beamten weiter.

Zwei von ihnen hatten bei einer Veranstaltung auf der Codman-Anlage Frauen unsittlich berührt. Andere Besucher kamen den Belästigten zu Hilfe, die Täter wurden vom Sicherheitspersonal festgehalten und der Polizei übergeben. Diese mussten die Nacht in einer Polizeizelle verbringen.

Der Dritte war im Bereich der Hauptstrasse aufgefallen, wo er eine Frau belästigte. Als andere Besucher ihr zu Hilfe kamen, zerschlug der 18-jährige eine Bierflasche und wollte damit auf die Helfer losgehen. Er wurde vom Sicherheitspersonal überwältigt und der Polizei übergeben.

Ein Bericht zu den Narrenlaufen in Laufenburg und Kaisten auf Seite 24