Mit einem Böller, dem allerdings ein wenig die Puste ausgegangen war, starteten die Närrinnen und Narren vom Alterszentrum Rinau hin zum Dorfplatz, weiter in Richtung Bahnhof und wieder zurück. Das Motto in diesem Jahr: "Alles im Umbruch". Davon erzählt gestalterisch gekonnt auf kleinem Raum die wunderschöne Plakette. Von den Guggen- und Dorfmusikanten mit ihren neuen Dirigenten, die frischen Wind mitbrachten. Vom Gasthaus Sonne, das geschlossen werden musste, vom "Adler", der seine Pforten öffnete und feine Gerüche verbreitete, und vom vergrösserten Fasnachtskommitee.

Angeführt wurde der Umzug von den "Quer und Chrüz Fägern" in ihrer riesigen Rakete, gezogen auf einem Traktor sowie den gestiefelten Katern der "Grossstadtschnulleri Chaiseraugscht". Grosszügig verteilten die Fäger aus den runden Fenstern ihrer Rakete Süssigkeiten und Obst, waren sogar galante Rosenkavaliere.

Natürlich hatten auch die anderen Gruppen viele Leckereien für die Zuschauer mitgebracht, ob nun Schoggi oder Getränke. Allerdings waren sich die Zuschauer nie sicher, ob da nun ein feiner Riegel gereicht wurde oder eine Konfettidusche niederging. Das nahmen sie natürlich lachend hin.

Neckisches Dreigespann

Die Frauen der "Tränkgassdolebutzer" tanzten neckisch im Dreiergespann mit ihren "Vogelscheuche-Puppen", ob aus Männermangel war nicht zu erfahren. Und schon die kleinen Zwerge der "Höllä-Brätscher" und der "Glungis Chaiseraugscht" zeigten, dass sie den Grossen in nichts nachstehen. Für die passende Musik sorgten  lautstark und anlassgerecht acht Formationen.

Herrlich anzuhören die "Pfyfeeputzer", die Kilts Basel in ihren Schottenröcken, die "Gugge Mysli" oder die "Höllä-Brätscher". Im Umzug mit dabei waren Gäste-Cliquen aus Pratteln, Möhlin, Griebenach und Basel.

Schnitzelbänk im Altersheim

Nach dem Umzug spielten die Guggenmusiker auf dem Schulhausplatz noch einmal ordentlich auf. Acht Beizen boten nicht nur urige Gemütlichkeit, sondern sorgten auch für das leibliche Wohl. Schnitzelbänk und Musik gab es im Altersheim für die Bewohner und alle Gäste.

Am Faschingsdienstag steigt ein Maskenball sowie ein Umzug für Kinder, endgültig Schluss mit den närrischen Tagen ist am Aschermittwoch mit einem Feuer am Fährhaus.