Fast zwei Jahre nach dem Familiendrama in Gipf-Oberfrick muss sich der mutmassliche Täter vor Gericht verantworten: Am 31. Oktober kommt es im Strafverfahren gegen den 42-jährigen Afghanen zur Verhandlung am Bezirksgericht Laufenburg. Der Prozess beginnt um 8 Uhr in der Stadthalle. Er wird voraussichtlich den ganzen Tag dauern, wie der Kanton mitteilt.

Die Anklage wirft dem Mann Mord an seiner Ehefrau vor. Die Staatsanwaltschaft hat eine Gefängnisstrafe von 18 Jahren beantragt. Die Verteidigung wird ihre Anträge am Prozesstag bekannt geben. Der Beschuldigte hat im Vorverfahren keine Aussagen zur Tat gemacht. Ein Geständnis fehlt.

Der mutmassliche Mord ereignete sich am 4. November 2015 in Gipf-Oberfrick: Der damals 40-jährige Ehemann soll seine 30-jährige Frau mit einem Küchenmesser getötet haben. Als die Polizei am Tatort eintraf, fand sie die Afghanin schwer verletzt im Garten des Zweifamilienhauses vor, in dem das Paar mit seinen drei Kindern lebte. Insgesamt wies sie 56 Stichverletzungen an Gesicht, Rumpf, Nacken sowie drei Schnittverletzungen an Hals, rechtem Oberschenkel und linkem Ringfinger auf. Sie erlag später ihren Verletzungen. (mwa)

Im Garten dieses Einfamilienhauses in Gipf-Oberfrick ist die Asylbewerberin am 4. November 2015 tot aufgefunden worden:

Im Garten dieses Einfamilienhauses in Gipf-Oberfrick ist die Asylbewerberin am Mittwochmorgen tot aufgefunden worden.

«Besonders tragisch an diesem Tötungsdelikt sind die drei schulpflichtigen Kinder», sagt Kapo-Sprecher Bernhard Graser im Interview mit Tele M1:

«Besonders tragisch an diesem Tötungsdelikt sind die drei schulpflichtigen Kinder», sagt Kapo-Sprecher Bernhard Graser im Interview mit Tele M1.